„Liebe Kinder! Von neuem rufe ich euch auf, mir mit Freude zu folgen. Ich möchte euch alle zu meinem Sohn und eurem Erlöser führen. Ihr seid euch nicht bewusst, dass ihr ohne Ihn weder Freude noch Frieden und keine Zukunft, sowie kein ewiges Leben habt. Deshalb, meine lieben Kinder, nutzt diese Zeit des frohen Gebetes und der Hingabe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid! “
Botschaft vom 25. Juni.2010, Medjugorje
Juli
15
Gender Mainstreaming: Woher kommt eigentlich der Wahnsinn?
Wang Xin Long
Das Gender-Konzept ist ganz sicher nicht gottgegeben. Es ist eine Erfindung des Menschen. Aber welcher Mensch kann sich diese Doktrin ausgedacht haben, und welche Leute sind es, die hinter dieser Doktrin stehen? Irgendwoher muss der Wahnsinn doch kommen! Gehen wir heute gemeinsam auf die Suche nach dem Ursprung.
Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 13
16 Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen.
Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 14
9 Ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und rief mit lauter Stimme: Wer das Tier und sein Standbild anbetet und wer das Kennzeichen auf seiner Stirn oder seiner Hand annimmt,
10 der muss den Wein des Zornes Gottes trinken, der unverdünnt im Becher seines Zorns gemischt ist. Und er wird mit Feuer und Schwefel gequält vor den Augen der heiligen Engel und des Lammes.
11 Der Rauch von ihrer Peinigung steigt auf in alle Ewigkeit und alle, die das Tier und sein Standbild anbeten und die seinen Namen als Kennzeichen annehmen, werden bei Tag und Nacht keine Ruhe haben.
17 Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Seitdem der Indio Juan Diego von
der Lieben Frau von Tepeyac kündete,
trittst du, Mutter von Guadalupe,
in entscheidender Weise
in das christliche Leben des Volkes
von Mexiko ein“
(Johannes Paul II., 27. 1. 1979)
Juni
13
Kampf gegen den Mutterbegriff als sexistischem Stereotyp
Europarat soll Umsetzung der Gender-Ideologie durch nationale Parlamente und die Medien weiter vorantreiben
(MEDRUM) Der Europarat berät zur Zeit eine Beschlußvorlage, in der unter anderem empfohlen wird, die Verwendung des Begriffs “Mutter” als einem sexistischem Stereotyp zu bekämpfen, weil dies die Gender-Gleichheit verhindere.
Die Gender-Ideologie zielt auf die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen und Rollenbilder. Frauen würden in den Medien insbesondere auf eine verengte Rolle als Mutter und Ehefrau dargestellt. Mit der Beschlußvorlage 12267 im Ausschuß für Chancengleichheit von Frauen und Männern will der Europarat deswegen gegen die Verwendung von Begriffen wie des Mutterbegriffs kämpfen. Mutter sei ein sexistisches Stereotyp, das die Frau in den Medien in eine überlieferte Rolle dränge. Die Nationen sollen nun aufgefordert werden, die Verwendung sexistischer Stereotype generell zu bekämpfen, heißt es in der Vorlage. Den Medien soll dabei eine wichtige Rolle zufallen. Sie sollen die Verwendung sexistischer Stereotype abschaffen. Hierfür ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgesehen, zu denen beispielsweise Ausbildungsprogramme für Medienschaffende und die Einrichtung von Expertenstellen für die Beratung der Medien gehören.
Für diese Zielsetzungen tritt besonders die “European Women’s Lobby” (EWL), eine Nicht-Regierungsorganisation, bereits seit langer Zeit ein.
Berichterstatterin für die Beschlußvorlage im Europarat ist Doris STUMP, Nationalrätin aus der Schweiz. Stump wurde 2009 als Vertreterin der europäischen Staatengruppe Zwölf plus auch ins oberste Leitungsgremium der Interparlamentarischen Union (IPU) gewählt (das Exekutivkomitee der IPU setzt sich aus 17 Mitgliedern zusammen, welche die sechs geopolitischen Gruppen der IPU repräsentieren). Email: doris.stump@parl.ch
entnommen aus
http://www.medrum.de/?q=content%2Fkampf-gegen-den-mutterbegriff-als-sexistischem-stereotyp
Das Sakrament der Versöhnung

Viele Menschen verbinden mit der katholischen Kirche die „Beichte“. Nicht selten gibt es problematische Erfahrungen mit diesem Sakrament oder Halbwissen, das aus irgendwelchen Erzählungen oder aus spektakulären Filmen herrührt.
Was ist mit der Beichte oder – wie man auch sagen kann – mit dem Sakrament der Versöhnung gemeint?
Die Grundaussage des christlichen Glaubens besteht darin, dass wir von Gott geliebt sind, bedingungslos, ohne jede Einschränkung. Die Botschaft Jesu Christi hat genau diesen Inhalt. Er ermutigt die Menschen, der Liebe Gottes zu vertrauen und aus diesem Vertrauen die Angst zu überwinden, die uns immer wieder verleitet, unmenschlich statt menschlich zuhandeln. Die Liebe Gottes gilt uns immer, auch und gerade in unserem Versagen und an den Grenzen unserer eigenen Möglichkeiten. Im Lukasevangelium hat Jesus diese Bereitschaft Gottes zur Vergebung in wunderschönen Gleichnissen zum Ausdruck gebracht, die zur Weltliteratur geworden sind (das Gleichnis vom verlorenen Schaf und vom verlorenen Sohn LK 15)
Gottes Liebe ist immer da
Die Aufgabe der Kirche besteht gerade darin, den Menschen diese immer währende und verlässliche Liebe Gottes zuzusagen. In jedem Gottesdienst, in jeder Verkündigung geschieht dies. Wenn der Priester z.B. den Gottesdienst mit den Worten eröffnet: „Der Herr sei mit euch!“, dann sagt er genau das: Gott ist bei uns und mit uns. Im Schuldbekenntnis jeder Messe stellen wir uns zu Beginn der Wirklichkeit, dass wir begrenzte Menschen sind, die ihren eigenen Möglichkeiten oft genug nicht gerecht werden und dazu beitragen, dass Unfriede, Streit und Versagen gelebt werden. In der Zusage der Vergebung bringen wir zum Ausdruck, dass uns die Möglichkeit zum Neuanfang geschenkt ist und wir nicht bei unseren Grenzen stehen bleiben müssen. Wenn die Gottesdienstbesucher am Ende in die Welt gesandt werden mit den Worten: „Gehet hin in Frieden“, dann bringt das zum Ausdruck, dass die Menschen als mit Gott Versöhnte gehen.
Beichten heißt, sich der Liebe Gottes bewusst werden
Im Sakrament der Versöhnung wird diese allgemeine Glaubenswirklichkeit auf den Einzelnen sichtbar gemacht und ihm ganz persönlich zugesprochen. Es geschieht nicht Mehr oder Wirksameres als in den anderen Formen der Zusage der vergebenden Liebe Gottes. Aber im Sakrament der Versöhnung, in der Beichte wird diese Zusage mir persönlich gegeben. Ich erfahre mich konkret angesprochen mit Wahrheit meines eigenen Lebens.
Menschen brauchen Zeichen
Ein Bild kann helfen, das Gemeinte zu verdeutlichen: Wenn Eltern den Geburtstag ihres Kindes feiern wollen, werden sie ein Geschenk vorbereiten, vielleicht einen Kuchen backen und ein kleines Fest gestalten. Sie wollen ihrem Kind damit zeigen: „Wir haben dich lieb!“ Aber diese Liebe ist natürlich nicht auf diesen Tag begrenzt, sondern mit dem Geburtstagsfest wollen sie zeigen, wie gern sie das Kind das ganze Jahr über haben. Diese Wahrheit soll an diesem Fest besonders sichtbar werden und herausgestellt sein. Wir Menschen brauchen solche Zeichen. Sie müssen möglich sein. Aber natürlich ist die Liebe der Eltern zu ihrem Kind nicht von diesem Zeichen abhängig. Wenn es aus einem bestimmten Grund nötig wäre, die Geburtstagsfeier abzusagen, weil z.B. das Kind krank geworden ist, bleibt die Liebe der Eltern dennoch bestehen.
Das Sakrament der Versöhnung ist – wie eine solche Geburtstagsfeier – das sichtbare Zeichen der Versöhnung, die Gott uns immer schon geschenkt hat. In ihm feiern wir, was immer gilt: das wir in der sündenvergebenden Liebe Gottes geborgen sind.
Formen der Versöhnung mit Gott
Die katholische Kirche empfiehlt, sich im Sakrament der Versöhnung regelmäßig diese Vergebung Gottes zusprechen zu lassen. Das kann in verschiedenen Formen geschehen.
In jeder katholischen Kirche gibt es einen Beichtstuhl, in dem zu angegeben Zeiten ein Priester ist, bei dem man in anonymer Weise beichten kann. Einer Beichte geht sinnvollerweise eine Gewissenserforschung voraus, in der man das eigene Leben bedenkt und das, was man als Versagen, als Grenze, als Schuld erkennt, in der Beichte persönlich bekennt (siehe die nebenstehende Gewissenserforschung als Beispiel).
Es gibt auch die sehr häufig genutzte Möglichkeit des persönlichen Beichtgespräches. Das ist ein persönliches Gespräch, das man mit einem Priester nach einer Terminvereinbarung führt und in dem man in einer Atmosphäre des Gesprächs über die eigenen Grenzerfahrungen, über Versagen und Schuld spricht. Nie kann es dabei um Verurteilung oder Verdammung gehen, sondern immer um Aufrichtung, Ermutigung und die Zusage der Vergebung. Bei einer Beichte muss man keine formalen Voraussetzungen einhalten. Gerade wenn man keine Erfahrungen (mehr) mit dem Sakrament der Versöhnung hat, wird der Priester gern helfen, einen persönlichen Einstieg in ein Beichtgespräch zu finden.
Quelle: www.katholische-kirche-kassel.de/content/beichte_sakrament_der_versoehnung.php
Literaturhinweis
Grün, Anselm
Sakramente
Die Beichte, Feier der Versöhnung
ISBN 3-87868-171-2
Demmer, Klaus
Das vergessene Sakrament
Umkehr und Buße in der Kirche
ISBN3-89710-321-4
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„Heute komme Ich, um der Gesellschaft bewusst zu machen, welche Wirkung allein eine Abtreibung auf die Welt ausübt. Wenn ein menschliches Wesen, nach Göttlichem Plan im Mutterschoß gebildet, durch die Sünde der Abtreibung zerstört wird, wird der Lauf der Menschheitsgeschichte für immer verändert. Alles, was dieser Mensch in seinem irdischen Leben vollbracht hätte, ist für immer verloren. Anstelle des vom Himmel gegebenen Lebens darf Satan einen Engel der Finsternis setzen. Dieser wirkt auf alle Lebewesen ein, mit denen der in Kontakt getreten wäre, welcher geopfert worden ist auf dem Altar der Abtreibung – der Selbstliebe. – Dies ist der Grund, warum es heute in der Welt soviel Böses gibt. Ihr lebt in einer Welt, die tief gezeichnet ist allein schon durch diese eine Sünde, genannt Abtreibung.“
Worte Jesu am 9. September 2007:
Foto
Photographer: Sam Pullara from San Francisco, CA, USA
8. Dezember 1997: Unsere Liebe Frau kommt in Weiß und trägt das Jesuskind. Sie spricht: „Gelobt sei Jesus Christus. – Mein Engel, Ich bringe dir Frieden
.Viele feiern heute Meinen Festtag, an dem Ich Unbefleckt empfangen wurde, und fördern dennoch die Abtreibung. Es sind Priester unter ihnen. Wenn es wahr ist, dass Ich ohne eine Sünde empfangen war, wie das Dogma sagt, dann ist es ebenso wahr, dass die Seelen bei der Empfängnis anwesend sind.
Dies ist Tatsache und auch ein Dogma. Wie kann jemand auf die Zerstörung des Lebens im Mutterschoß bestehen;
Der Embryo ist ein lebendiges, bewegendes, gemeinsam mit der Seele von Gott gegebenes Leben.
Denkt euch, Ich wäre der Gegenstand einer Abtreibung gewesen! Stellt euch Gottes Abscheu vor! Heute schreit Mein Herz auf bei jedem Leben, das zerstört wird. Das ist eine größere Sünde als der deutsche Holocaust. Das ist ernster als irgendeine Sünde in den Tagen Noahs, ernster als jede Sünde von Sodom und Gomorra.“
14. Dezember 1997:
Liebe Kinder, bedenkt, Gottes Barmherzigkeit und Liebe sind eins. Weil sich das Böse in den Herzen aufhält, ist es notwendig, dass Gott in die Welt eingreift, dass Seine Gerechtigkeit kommt und IHM die notwendige Gutmachung angeboten wird. Liebe Kinder feierlich verkündige ich euch: Es wird eine Reinigung kommen, deren Länge, Breite und Tiefe vom Schicksal der Ungeborenen abhängen wird! Wenn ihr in wahrer Liebe, in der Zuflucht Meines Unbefleckten Herzens bleibt, werdet ihr durchhalten können. Seid nicht ängstlich, versteht aber, dass die Zeit der Versöhnung mit Eurem Erlöser gekommen ist. – Ich segne euch.“
/Also, das Schicksal der Ungeborenen, die Zahl der Abtreibungen oder das Eindämmen oder gar Beenden der Abtreibungen bestimmen Länge, Breite und Tiefe der Reinigung, die kommen wird.
22. Januar 1998:
„Liebe Kinder, bedenkt, heute, alle Nationen, die staatlich die Abtreibung fördern, haben keine Zukunft. Dieses Gesetz, das durch Einflüstern Satans entstanden ist, fordert Menschenleben von überall her. Besinnt euch auf die Grundlagen des Glaubens. Lasst euch nicht von Leuten bestimmen, die das Lehramt der Kirche untergraben. In dieser Nacht bitte ich um euer ständiges Gebet für Meinen Hl. Vater und die Kirche. – Ich schenke euch Meinen Segen Heiliger Liebe.“
8. Juni 1998:
Unsere Liebe Frau kommt in Ihrer Gestalt von Fatima. Sie spricht: „Jesus sei hochgelobt! – Meine Tochter, Ich bitte dich nochmals um Mitarbeit. Alle Apostolats-Helfer lade Ich ein, sich in Meinem Herzen zu einigen. Meine Unbefleckte Zuflucht zieht keinen dem anderen vor. Erkennt in Meiner Beauftragung den Ruf zur Einigkeit. Gründet eine internationale Aktion zum Stopp der Abtreibung. Ich möchte, dass ihr besonders am ersten Monats-Samstag zusammenkommt. Betet wie eine einzige Familie um das Ende der staatlichen Abtreibung. Ich werde mit euch beten. Ich werde bei euch sein und im Herzen eure Bemühungen segnen.“ Sie erscheint wiederum: „In diesem Bemühen sollen einzelne, aber auch ganze Gruppen beitragen. Wenn zu dem Gebeten Opfer hinzukommen, sind sie doppelt stark.“
Maria erscheint als Unsere Liebe Frau, als Gnadenvermittlerin: „Gelobt sei Jesus, der lebende und wahre Gott! Mein Engel, sei nicht verwundert über den bestürzenden Ton in Meiner Einladung gegen die Abtreibung letzten Monats-Samstag. Schon oft habe Ich um Gebete zur Beendigung der Abtreibung angefragt. Jetzt aber wird Mein Bitten drängend. Ich will klar sagen:
Abtreibung ist:
Erstens: ein Gestank, der bis vor das Angesicht Gottes dringt, sie ist die Sünde aller Sünden, die den Armen der Gerechtigkeit herunterzieht.
Zweitens: Das dünne Haar, das die Welt mit Gott verbindet, ist aus vielen Rosenkränzen und vielen Opfern gebildet. Siehe: Dadurch, durch euer Bemühen und Meine Gnade, wird der Arm der Gerechtigkeit hochgehalten.
Drittens: Ein Volk, das sich von der staatlich geförderten Abtreibung zurückzieht, wird in der Periode des Strafgerichts in Meinem Herzen behütet, böse Einflüsse werden bekämpft werden.
Viertens: Die Abtreibung ist eine abstoßende Sünde gegen das Liebesgebot.
Mai
7
Die Abtreibungsdramatik unter dem Aspekt der Unterlassungssünde
Eine der positive Erneuerungen, welche im Zuge der Liturgiereform nach dem letzten Konzil in die katholische Liturgie Einzug hielten, war die Einfügung des omissione ins Confiteor. Es weist uns darauf hin, daß wir nicht nur in dem Sündigen was wir tun, sei es im Handeln, im Denken, im Sprechen, sondern daß wir auch durch unser nicht-tun sündigen können: wenn wir nicht handeln, wo wir handeln müßten, wenn wir unser Denken nicht kultivieren und dort nicht sprechen (oder schreiben) wo wir dazu moralisch gehalten wären. Viel mehr Unterlassungssünden häufen sich bei uns allen, als den meisten vermutlich bewußt ist!
Es steht uns an, uns auch in dieser Hinsicht einmal einer selbstkritischen und ehrlichen Gewissensprüfung zu unterziehen, und zwar mit besonderer Bezugnahme auf ein Drama, welches die Todesursache Nummer eins in der Europäischen Union, welche sich gerne menschenfreundlich und als betonte Befürworterin der Menschenrechte darstellt. Allein im Jahre 2008 gab es 2,86 Millionen registrierte Abtreibungen – dem steht eine geschätzte Sterbezahl von etwa 4,8 Millionen geborener Menschen gegenüber. Das entspricht einem Verhältnis von 1:1,68.
Oder in Worten gesprochen: einer Person, welche innerhalb der ersten neun Lebensmonate gezielt getötet wird stehen, statistisch gesehen, weit weniger als zwei geborene Personen gegenüber, die in einem Zeitraum von etwa achtzig Jahren sterben, alle Todesursachen zusammengenommen!
Sich selbst an den eigenen Maßstab halten
Gerade in einer Zeit, da wir gerne den Maßstab unserer eigenen Zeit an die Vergangenheit legen und das Argument nicht gelten lassen wollen, daß in vergangenen Zeiten die Mehrheit anders dachte als die gegenwärtige Mehrheit, sondern rückwirkend fordern, man hätte damals auch gegen den mainstream handeln und seine Stimme zum Guten erheben müssen, müssen wir uns auch fragen, wie es denn bei uns in dieser Sache aussieht: ob wir auch selbst das tun, was wir rückwirkend von anderen Generationen verlangen. Mit Recht sagen wir heute, die Menschen hätten vor und bei Beginn des zweiten Weltkrieges nicht wegsehen dürfen, sondern laut aufschreien müssen, auch gegen einen gewissen Druck der Mehrheit, um so vielleicht den Aufstieg Hitlers zu verhindern.
Und mit recht sagen wir auch heute, man hat in den letzten fünfzig Jahren zu viel Toleranz gegenüber sexuellen Straftätern walten lassen: man hätte härter durchgreifen müssen, obwohl damals Toleranz und eine „offene Sexualerziehung“, welche in Wirklichkeit viel zu oft sexueller Mißbrauch war, Gebot der Stunde war, in einem Klima der neuen Offenheit, welche die 68er-Revolution mit sich brachte.
Im Nachhinein klagen wir, wenn möglich auch gerichtlich, Täter für Dinge an, welche gegen das objektiv Richtige verstießen (welches nicht zeitlich bedingt ist), auch wenn sie damals dem Denken der Mehrheit folgten: was sie taten war allgemein akzeptiert und wurde von nicht wenigen auch als Recht eingefordert.

Mit recht wollen und können wir dort nicht das Argument gelten lassen, daß es damals eben so der allgemeine Konsens war, wo es um ein objektive und absolutes Übel geht. Vollkommen zurecht sagen wir, daß man das Übel hätte im Keime ersticken müssen. Zuallererst müssen dabei die Intellektuellen in Pflicht genommen werden, die Entscheidungsträger, die Politiker, die Meinungsbildner und besonders auch der Klerus.
Es ist nicht legitim ein objektives Unrecht und ein Übel wachsen zu lassen und zu tolerieren, nur weil dieses Übel durch den mehrheitlichen Konsens geschützt ist welcher das Übel nicht als solches anerkennen möchte und mitunter sogar als ein Gut, ein Recht oder eine Pflicht deklariert. Die Mehrheit darf nie zum Maßstab für gut und böse werden, ebensowenig wie das Recht dieser Maßstab sein darf.
Wo ein Recht oder die Mehrheit Unrecht toleriert oder fordert, darf man diesem Gesetz oder diesem Konsens nicht folgen, man muß widerstehen und das objektive Unrecht zu Fall bringen, auch gegen den Mehrheitswillen.
Soweit es Vergangenes betrifft, erkennen wir oft sehr gut, daß die Mehrheit kein gültiger Maßstab ist. Wir fragen vollkommen richtig: wo war denn der Widerstand beim Aufstieg des Diktators Hitler? Und wir können es nicht begreifen, wie es dazu kommen konnte, daß das unbeschreibliche Drama des millionenfachen Massenmordes während des letzten Weltkrieges von vielen einfach wie selbstverständlich hingenommen und ideologisch akzeptiert wurde. Fassungslos stehen wir vor diesem Teil der Geschichte, den wir alle ungeschehen machen möchten, und sind uns einig, daß man rechtzeitig hätte einschreiten müssen, und zwar trotz den allgemeinen Konsenses und gegen diesen.
Ähnlich ist es jetzt mit den beschämenden Fällen von sexuellem Mißbrauch in privaten, staatlichen und leider auch kirchlichen Einrichtungen: hätte man die allgemeine Akzeptanz von fragwürdigen Aufklärungsmethoden, welche die Grundlage sexuellen Mißbrauchs werden konnten, nicht rechtzeitig im Keime ersticken müssen? Auch wenn die Freiheit zu Mißbrauch nie von der Mehrheit gefordert wurde, so wurde aber dennoch eine sexuelle Offenheit und Freizügigkeit gefordert, welche der Nährboden für schwerste sexuelle Vergehen wurde. Auch hier sagen wir heute rückwirkend: warum tat denn niemand etwas? Warum trat man dem nicht entschieden entgegen, und zwar auch gegen den mainstream der sexuellen Freizügigkeit?
Doch wirken diese an sich richtigen Anklagen doch solange etwas unglaubwürdig, als wir sie nur auf die Vergangenheit beziehen und nicht auch auf die Gegenwart anzuwenden bereit sind. Wenn wir richtiger Weise erkennen, daß für vergangene Fehlentscheidungen der allgemeine Konsens keine Entschuldigung sein kann, dann gilt dies allgemein und so auch für das Heute. Wenn wir fordern, daß damals ein Aufschrei hätte erfolgen müssen wo Tod und Mißbrauch akzeptiert wurde, und zwar nicht nur vereinzelt sondern großflächig, dann gilt dies auch für die Gegenwart.
Das größte Unrecht der Gegenwart ist die Akzeptanz der Abtreibung
Wenn wir vollkommen richtiger Weise sagen, man hätte damals die Tötung von Menschen niemals tatenlos hinnehmen oder gar mit fordern dnürfen, sondern es hätte die Pflicht gegeben dieses Unrecht zu bekämpfen, so gilt dies auch heute für das Abtreibugsdrama. Auch wenn es von einem gewissen Konsens getragen sein mag rechtfertigt dieser Konsens noch lange nicht das Verbrechen an sich. Wenn wir nach den Widerstandskämpfern der damaligen Zeit fragen und eine diesbezügliche Lethargie fassungslos beklagen, so können wir dies nur dann glaubwürdig tun, wenn wir aus den Fehlern und Unterlassungssünden der damaligen Zeit gelernt haben und nicht heute denselben Fehler mit einem offenen und einem geschlossenen Auge wieder begehen.
So richtig es ist, vergangenes Verbrechen und Unterlassen anzuklagen, so ist es aber noch wichtiger, dasselbe bei gegenwärtigem Unrecht und Verbrechen zu tun: wir dürfen vor lauter Bestürzung und Anklage der Vergangenheit nicht das gegenwärtige Verbrechen übersehen, und so selbst zu lethargischen Schweigern werden, während wir laut und deutlich vergangene Untätigkeit anklagen.
Leider bestehen diesbezüglich viele Unterlassungssünden, und wir sind dabei dasselbe zu tun, wo wir eigentlich doch sagen: „nie mehr wieder!!!“. Wie wird man in Zukunft über uns urteilen? Wird man nicht in einigen Jahren dieselben Maßstäbe an unsere Zeit legen wie wir heute an die Vergangenheit? Wird man dann nicht auch, vollkommen zu recht, sagen: „warum taten so wenige etwas gegen die Abtreibung? Wo waren die anderen? Wo war vor allem die Kirche?“
Es wäre die rechte Zeit, wenn wir es bislang schon nicht taten, so zumindest jetzt selbst das zu tun, was wir von früheren Generationen eigentlich verlangt hätten. Das würde erst unsere Anklagen glaubwürdig und einsichtig machen. Oder meinen wir wirklich, heute in einer besseren Zeit zu leben wie damals? Ohne durch den Konsens getragenes Unrecht?
Wenn wir heute darauf blicken, wie sich die Mehrheit gegenüber der Abtreibung verhält und argumentiert, so können wir daran sehen, wie viele Menschen damals über die verschiedenen Greuel des zweiten Weltkrieges dachten und wie es geschehen konnte, daß es so wenig Widerstand gab.
Diesen Fehler dürfen wir nicht erneut begehen. Besonders die intellektuelle, meinungsbildende Schicht muß hier aktiv werden: man muß schreiben, reden, filmen und Vorträge halten. Es genügt nicht, gegen Abtreibung zu sein: es muß auch kundgetan werden, es muß zu Zusammenschlüssen kommen mit dem Ziel, die Fristenlösung, welche keine Lösung ist sondern eine solche nur vorgaukelt, endlich, mit jahrzehntelanger Verspätung, zu Fall zu bringen.
Als erstes würde man sich eine vermehrte Aktivität der Kirche in dieser Hinsicht erwarten, der Bischöfe und Priester. Klare, deutliche Worte von Bischöfen und auch Priestern, ebenso wie von führenden Intellektuellen aus Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft würden die Tore für weitere Aktionen und Kundgebungen öffnen können: wenn sich die „Oberen“ getrauen, dann erst wird sich das auf die Allgemeinheit übertragen. Das Verbrechen der Fristenlösung und akzeptierten Abtreibung muß unbedingt als Thema präsent bleiben: deshalb soll und muß man öfters als bisher darüber sprechen und schreiben: denn sonst schweigen wir und zu einem Verbrechen aus, wie wir es vielen Menschen zu und vor Beginn des zweiten Weltkrieges vorwerfen.
Die Möglichkeiten sind vielfältig
Die Möglichkeiten sind vielfältig, und je nach Wirkungsbereich sind sie bei jedem etwas verschieden.
Wichtig ist – wir sind mittlerweile in 2010 angelangt – sicher das Internet. Eine große Anzahl von Personen betreiben einen blog oder betreiben sonst persönliche Seiten im Internet: hin und wieder sollten diese Medien auch für Kommentare gegen Abtreibung und Fristenlösungs-Gesetze genutzt werden.
Die Priester müßten wieder mehr in Predigten, Pfarrbriefen und Katechesen darüber aufklären, weshalb die Fristenlösung niemals stillschweigend akzeptiert werden können wird. Besonders schwer wiegt es, wenn die Kritik aus der Kirche verstummt – sie müßte wieder die Anführerin des Widerstandes zum Schutz der ungeborenen Menschen werden!
Die Lehrer sind dort nicht an staatliche Verfügungen gebunden, wo sie dem Naturrecht entgegenstehen: gerade die Erziehung der Jugend ist wegweisend für die Zukunft! Die Gläubigen müßten auch ihre hirten – Priester wie besonders auch Bischöfe – ermutigen, sich gegen die Fristenlösung einzusetzen: auch Hirten sind manchmal schwach und tun sich persönlich etwas leichter wenn sie wissen, daß sie viele Gläubige hinter sich haben. Das muß man sie aber auch merken und wissen lassen!
Die Politiker haben als Entscheidungsträger eine besondere Verantwortung – und deren Unterlassen wiegt ungemein schwerer, da es an ihnen liegt, Gesetze zu ändern. Besonders die Mütter sind auch gerufen, ihren Kindern, ganz besonders ihren Töchtern, die rechten Werte zu vermitteln und sie zu gottesfürchtigen Menschen heranzuziehen, welche sich nicht von der Mehrheit an die intellektuelle Leine hängen lassen.
Intellektuelle und Meinungsbildner müssen ihre Fähigkeiten dazu einsetzen, um die Gesellschaft zum Guten zu verändern und bestehende Fehler und Verbrechen einsichtig zu machen: deshalb müssen gerade sie viel darüber schreiben und reden.
Nicht alle sind verpflichtet, dasselbe zu tun – aber wo jemand die Gelegenheit hat, sich gegen die Fristenlösung auszusprechen, besteht die schwere moralische Pflicht, diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Das Thema Abtreibungskritik muß zu einem selbstverständlichen, stets präsenten Thema werden: dazu muß es aber am Leben erhalten werden – mit dem hehren Ziel, die Fristenlösung zu stürzen!
[ Mag. Michael Gurtner ]
17. März 2010, 08:17
Quelle: www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/17/kommentar-die-abtreibungsdramatik-unter-dem-aspekt-der-unterlassungssunde/

In den “christlichen” Ländern haben wir seit den 1970-er Jahren eine Debatte und Entwicklung erlebt, die vom Verbot der Abtreibung (die ja nun einmal immer das Töten eines Menschen darstellt, also Mord) hin zum “Recht auf den Bauch” der Frauen und einer “Befreiung” von den gesetzlichen, politischen und moralischen Schranken und damit zu Schwangerschaftsabbrüchen, die von der Krankenkasse gezahlt werden, führte. Inzwischen gibt es schon Stimmen, die eine “Freiheit zur Abtreibung” bis einer Woche nach der Geburt fordern, falls das Kind den Eltern nicht gefällt.
Mir ist inzwischen aufgefallen, daß auch dies ein Thema ist, das von der geheimen, herrschenden Elite ganz systematisch durchdacht, geplant und umgesetzt wurde, um ihr eigentliches Ziel zu erreichen: Die Weltbevölkerung radikal zu reduzieren! Die Strategie ist dabei wie so oft, die “unwissenden Massen” zu ihrer eigenen Zerstörung auszunutzen. Die Propaganda bringt das Thema als “Freiheit” oder “Recht” und schon kämpfen sie dafür, merken aber nicht, wie sie sich selber schaden!
Weitgehend unbemerkt, da von den Medien wenig beleuchtet, blieb und bleibt bei den Abtreibungen die Tatsache, daß die meisten Frauen nach dem Töten ihres Kindes einen seelischen Schaden haben, Schuldgefühle, von denen sie sich ohne die Hilfe von Gott nie ganz befreien können (siehe unten: Krankheit und Vergebung). Die Krankenkassen zahlen jährlich viele Millionen für die psychologische Betreuung vieler dieser Frauen. Nein, Abtreibung ist keine Befreiung der Frauen, wie auch alle Verhütungsmittel sie eigentlich nur zur “freien Verfügung” stellen und somit entwürdigen!
(Anmerkung: Wir vertreten nicht die Position der katholischen Kirche, daß Verhütung eine Sünde wäre. Nein! Frauen sind auch keine “Gebärmaschinen! Sie dürfen aber in dieser sexistischen Welt auch nicht zum “Gebrauchsgegenstand” degradiert werden! Die Sexualität gehört nach Gottes Plan in eine Ehe, die verantwortlich miteinander und der Zeugungskraft umgeht. Das ist Gottes Freiheit und Freude aneinander und miteinander!)

Nach dem Titel „Die Todesengel – Euthanasie auf dem Vormarsch“ erschien im Augsburger Sankt Ulrich Verlag am 14. September 2009 der neue Buchtitel „Geschäft Abtreibung“ der Journalistin Alexandra Maria Linder. Dieses brisante und zugleich schockierende Buch trägt Fakten und Hintergründe über die finanziellen Interessen an der Tötung ungeborener Kinder zusammen und läßt das gesellschaftliche Phänomen „Abtreibung“ in einem neuen und beklemmenden Licht erscheinen. ^
Abtreibung ist nicht nur eine menschliche Tragödie, sondern auch ein Milliardengeschäft. Darauf weist die deutsche Journalistin und Lebensschützerin Alexandra Maria Linder hin. In einem Buch namens „Geschäft Abtreibung“ durchleuchtet sie das ungute Geflecht von Abtreibungen und knallharten wirtschaftlichen Interessen:
„Es ist ein sehr weites Feld. Die Leute, die in erster Linie daran verdienen, sind jene, die die Abtreibung durchführen. Es gibt dann aber hinter dieser Abtreibung noch unglaublich viele weitere Märkte, und diese betreffen dann leider die Verwertung dieser Kinder, die abgetrieben worden sind. Das sind Märkte, um die sich noch niemand so richtig gekümmert hat, weil sie sehr unübersichtlich sind, weil sie auch sehr heimlich arbeiten (mit schwer verständlichem Vokabular). Das sind zum einen die Pharmakonzerne, die Impfstoffe herstellen: Es weiß fast niemand in Deutschland, daß es keinen einzigen Masern- oder Röteln-Impfstoff gibt, der nicht aus den Zellen eines abgetriebenen Kindes hergestellt wurde.“
Dabei gäbe es zu diesen Zellen – auch das hat Linder recherchiert – durchaus Alternativen, die die Pharmabranche statt dessen verwenden könnte.
(Unser Hinweis: Vertrauen Sie bitte keiner Impfung mehr! Verlangen Sie den Beipackzettel! Lesen Sie über die Nebenwirkungen! Informieren Sie sich über die Impfgeschichte und die Impflügen!)
„Dazu kommt die Kosmetik-Industrie – was auch kaum jemand weiß. Ich habe zum Beispiel herausgefunden, daß es in der Schweiz einen Konzern gibt, der aus den Hautzellen eines abgetriebenen Kindes zum einen Verbrennungs-Stücke herstellt, mit denen man Verbrennungen behandeln kann, aber gleichzeitig auch eine Anti-Aging-Creme zur Hautverjüngung. Und mit dieser kosmetischen Creme verdienen die unglaublich mehr als mit den medizinischen Produkten …“
Viele Kosmetik- und Arzneimittelfirmen brüsteten sich mittlerweile damit, daß für ihre Tests keine unschuldigen Tiere mehr sterben müßten. Sie verschweigen aber, daß dafür nun abgetriebene Kinder zum Einsatz kommen, so Linder. Die Journalistin beschreibt auch, wie der Bevölkerungsfonds der UNO, UNFPA, bei seinen Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle in den Ländern der „Dritten Welt“ ganz gezielt auch auf Abtreibungen setzt. (Mehr zum Ziel der UNO, die Bevölkerung zu reduzieren und der geplanten Neuen WeltOrdnung)
Aus diesen Fakten ergeben sich weitere drängende Fragen: Welche Motive treiben die weltweite Pro-Abtreibungslobby wirklich an? Ist die Propagierung des Rechts auf Abtreibung eine neue Form von Kolonialismus gegenüber der Dritten Welt? Und warum schweigt die Politik zu den skandalösen Vorgängen? Abgründe tun sich auf …
Alexandra Maria Linder zeigt mit diesem mutigen Werk, daß Abtreibung längst nicht nur eine millionenfach erlebte menschliche Tragödie sei, „sondern ein milliardenschweres Geschäft, an dem Forschung und internationale Konzerne auf Kosten von Kindern und Frauen verdienen.
Wie funktioniert das Geschäft mit der millionenfachen Kindestötung? Welche Rolle spielen spezialisierte Abtreibungsärzte, Kliniken und Pharmakonzerne? Mit Hilfe von Zellen, die aus abgetriebenen Föten gewonnen wurden, werden Impfstoffe und Anti-Aging-Cremes hergestellt, abgetriebene Föten werden als Ersatzteillager für Zelltherapien, Gewebe- und Organtransplantationen benutzt.
„Geschäft Abtreibung“ ist ein knallhartes Buch einer mutigen Frau: informativ, schockierend und aufrüttelnd.
Alexandra M. Linder
Alexandra Maria Linder und ihr neues Buch Geschäft Abtreibung. Erschienen im Augsburger Sankt Ulrich Verlag.
April
30
Belgischer Philosoph warnt vor ‘falschem Mitgefühl’ bei Abtreibungen

Ein verfälschtes Verständnis von Mitgefühl habe ein Klima geschaffen, in dem die Tötung von Kindern durch Abtreibung und nachgeburtliche Kindstötung nicht mehr verurteilt werden dürfen, sagt Michel Schooyans.
Löwen (kath.net / LifeSiteNews.com) Die katholische Kirche leide unter einem der gefährlichsten philosophischen Irrtümer der Gegenwart, nämlich falschem Mitgefühl. Das meint Monsignore Michel Schooyans, emeritierter Professor für Philosophie der Katholischen Universität Löwen und ständiges Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben (PAV).
Ein verfälschtes Verständnis von Mitgefühl habe ein Klima geschaffen, in dem die Tötung von Kindern durch Abtreibung und nachgeburtliche Kindstötung nicht mehr verurteilt werden dürfen.
Aus dem gleichen Grund habe man aufgegeben, die traditionelle Definition von Ehe zu verteidigen, die Verbreitung von AIDS durch die „Safe Sex“-Doktrin zu kritisieren und das Wiederaufleben der tödlichen eugenischen Methoden des frühen 20. Jahrhunderts akzeptiert, schreibt Schooyan in einem neu veröffentlichten Artikel.
Falsches Mitgefühl führe zu Häresie und Spaltung innerhalb der Kirche, weil die Gläubigen dazu verleitet würden, in einer wesentlichen Frage von der Lehre der Kirche abzuweichen: der Pflicht, unschuldiges Leben zu respektieren. Das sei Teil der von Papst Benedikt XVI. bekämpften „Tyrannei des Relativismus“.
In Übereinstimmung mit der Propaganda der Abtreibungsindustrie appellierten die Medien ständig an ein falsches „Mitgefühl“. Abtreibung werde als notwendige Maßnahme für die Mutter und manchmal sogar das Kind dargestellt. Wird bei einem Kind vor der Geburt eine Behinderung festgestellt, wird sofort unterstellt, es habe ein Leben vor sich, das nicht lebenswert sei.
Aus einem falsch verstandenen „Mitgefühl“ rate man zur Abtreibung. Uns so wird letztlich das Kind „aus Mitgefühl getötet“, schreibt Schooyans. Das sei angeblich sowohl im Interesse der Eltern, die ein ihnen später zur Last werdendes Kind abtreiben wollen, als auch der Gesellschaft, die nicht mit ungewollten behinderten Kindern belastet werden solle, deren Versorgung teuer und sinnlos sei.
Letztes Jahr war Schooyans einer der schärfsten Kritiker des Vorsitzenden der PAV, Erzbischof Salvatore Fisichella, der die Abtreibung von Zwillingen in Recife (Brasilien) aus Mitgefühl zu rechtfertigen schien.
In seinem Artikel, „The Pitfalls of Compassion“ (auf deutsch etwa „Die Fallstricke des Mitgefühls“) setzt Schooyans sich mit Fisichellas Artikel auseinander, der im „Osservatore Romano“ erschienen war. Fisichella hatte den brasilianischen Bischof José Cardoso Sobrinho kritisiert, der eine Gruppe von Ärzten vor der automatischen Exkommunikation gewarnt hatte, wenn sie die Zwillinge abtreiben würden.
Fisichella hatte die Ärzte, die die Abtreibung durchgeführt hatten, verteidigt. Ärzte auf Intensivstationen müssten täglich schwierige Entscheidungen über die für Mutter und Kind besten Maßnahmen treffen und seien dabei mit ihrem Gewissen alleine.
Hinter dieser Rechtfertigung stehe die falsche Auffassung von Mitgefühl, die nun auf Abtreibungsärzte ausgeweitet würde, kritisiert Schooyans. Anstatt Mitgefühl für die jungen und unschuldigen Opfer der Abtreibung auszudrücken gestehe Fisichella das Mitgefühl den Ärzten zu, die den eigentlichen Opfern Furchtbares angetan hätten.
Führende Lebensschützer hatten Fisichella aufgefordert, seinen Artikel zu korrigieren oder zurückzuziehen. Die Proteste wurden ignoriert, bis einige Mitglieder der PAV Papst Benedikt XVI. baten, sich dieser Frage anzunehmen. Kurz danach veröffentlichte der „Osservatore Romano“ eine ausführliche Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre, die in deutlichen Worten die absolute Ablehnung jeder Abtreibung durch die Kirche unterstreicht.
Obwohl Fisichella sich bis heute geweigert hat, auch nur ein Wort seines Artikels zu korrigieren oder zurückzunehmen, ist er nach wie vor Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Diese Woche fand eine Sitzung der PAV hinter verschlossenen Türen statt. Angesichts dieses Vorfalls gibt es bereits Spekulationen über ihre Zukunft.
Am Ende seines Artikels denkt Schooyans über mögliche Konsequenzen für Kleriker nach, die in Fragen der Abtreibung Nachsicht üben. Das Kirchenrecht verbietet die Spendung der Kommunion an Laien, die Abtreibung befürworten, sei es auch aus Gründen des Mitgefühls. Schooyans fragt sich, ob Kleriker suspendiert werden könnten, die öffentlich ihr falsches Mitgefühl für Abtreibungsärzte zum Ausdruck bringen.
http://www.kath.net/detail.php?id=25578
Liebe Kinder! In dieser Zeit, in der ihr auf besondere Weise betet und meine Fürsprache sucht, rufe ich euch auf, meine lieben Kinder, betet, dass ich euch durch eure Gebete helfen kann, damit sich so viele Herzen wie möglich meinen Botschaften öffnen. Betet in meinen Anliegen. Ich bin bei euch und halte vor meinem Sohn für jeden von euch Fürsprache. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!” Botschaft vom 25.04.2010
April
18
Jahrestag der Wahl von Papst Benedikt XVI. (2005)
Montag, 19 April 2010
Jahrestag der Wahl von Papst Benedikt XVI. (2005)
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Erste Botschaft von Papst Benedikt XVI. bei der Eucharistiefeier mit den wahlberechtigten Kardinälen – Sixtinische Kapelle, Mittwoch, 20. April 2005
Verehrte Brüder Kardinäle, liebe Brüder und Schwestern in Christus, ihr alle, Männer und Frauen guten Willens! 1. Gnade sei mit euch und Friede in Fülle (vgl. 1 Petr 1,2)! In diesen Stunden ist mein Inneres von zwei gegensätzlichen Empfindungen erfüllt. Einerseits ein Gefühl der Unzulänglichkeit und menschlichen Unruhe wegen der großen Verantwortung, die mir gestern als Nachfolger des Apostels Petrus für die universale Kirche an diesem Sitz in Rom übertragen wurde. Andererseits empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit gegenüber Gott, der – wie die Liturgie uns singen läßt – seine Herde nicht im Stich läßt, sondern sie die Zeiten hindurch unter der Führung derer leitet, die er als Stellvertreter seines Sohnes erwählt und als Hirten eingesetzt hat (vgl. Präfation von den Aposteln I). Meine Lieben, trotz allem überwiegt in meinem Herzen diese tiefe Dankbarkeit für ein Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit. Und ich betrachte diese Tatsache als eine besondere Gnade, die mir von meinem verehrten Vorgänger Johannes Paul II. erwirkt wurde. Mir scheint es, seine feste Hand zu fühlen, die meine Hand drückt; mir scheint es, seine lächelnden Augen zu sehen und seine Worte zu hören, die in diesem Augenblick besonders mir gelten: »Hab keine Angst!« Der Tod des Heiligen Vaters Johannes Paul II. und die Tage danach waren für die Kirche und für die ganze Welt eine außerordentliche Zeit der Gnade. Der große Schmerz über sein Ableben und das Gefühl der Leere, das er in allen hinterlassen hat, wurden gemildert durch das Wirken des auferstandenen Christus, das sich tagelang in der gemeinsamen Welle des Glaubens, der Liebe und der geistlichen Verbundenheit gezeigt und in den feierlichen Exequien seinen Höhepunkt gefunden hat. Wir dürfen sagen: die Beerdigung Johannes Pauls II. war wirklich eine außerordentliche Erfahrung, bei der in gewisser Weise die Macht Gottes zu spüren war, der durch seine Kirche alle Völker zu einer großen Familie machen will mit der einenden Kraft der Wahrheit und der Liebe (vgl. Lumen gentium, 1). Ähnlich seinem Meister und Herrn hat Johannes Paul II. in der Todesstunde sein langes und fruchtbares Pontifikat gekrönt, indem er das christliche Volk im Glauben gestärkt und es um sich versammelt hat, so daß sich die ganze Menschheitsfamilie geeinter fühlen konnte. Wie könnte man sich von diesem Zeugnis nicht gestützt fühlen? Wie könnte man nicht die Ermutigung spüren, die von diesem gnadenvollen Ereignis ausgeht? 2. Entgegen all meinen Erwartungen hat die göttliche Vorsehung mich durch die Wahl der verehrten Väter Kardinäle dazu berufen, die Nachfolge dieses großen Papstes anzutreten. Ich denke in diesen Stunden an das, was im Gebiet von Cäsarea Philippi vor zweitausend Jahren geschehen ist. Es scheint mir, als hörte ich die Worte des Petrus: »Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes«, und die feierliche Bestätigung des Herrn: »Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen … Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben« (Mt 16,15–19). Du bist der Messias! Du bist Petrus! Es kommt mir vor, als würde ich die im Evangelium beschriebene Szene miterleben; ich, der Nachfolger des Petrus, wiederhole mit Bangen die furchtsamen Worte des Fischers von Galiläa und höre mit innerer Bewegung die beruhigende Verheißung des göttlichen Meisters. Wenn die Last der Verantwortung, die auf meine schwachen Schultern gelegt wird, übermäßig groß ist, so ist die göttliche Macht, auf die ich zählen kann, sicher grenzenlos: »Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen« (Mt 16,18). Als er mich zum Bischof von Rom erwählt hat, wollte der Herr mich zu seinem Stellvertreter, er wollte mich zum »Felsen« machen, auf den sich alle sicher stützen können. Ich bitte ihn, meinen schwachen Kräften Abhilfe zu leisten, damit ich ein mutiger und treuer Hirt seiner Herde sein und den Eingebungen seines Geistes folgen kann. Ich schicke mich an, dieses besondere Dienstamt anzutreten, das Petrusamt im Dienst der universalen Kirche, indem ich mich demütig den Händen der göttlichen Vorsehung überlasse. An erster Stelle erneuere ich Christus meine vollkommene und vertrauensvolle Zustimmung: »In Te, Domine, speravi; non confundar in aeternum!« Mit dem Herzen voller Dank für das mir erwiesene Vertrauen bitte ich euch, meine Herren Kardinäle, mich durch das Gebet und die beständige, aktive und kluge Zusammenarbeit zu unterstützen. Ich bitte auch alle Brüder im Bischofsamt, mir mit ihrem Gebet und Rat zur Seite zu stehen, damit ich wirklich der »Servus servorum Dei« sein kann. Wie Petrus und die übrigen Apostel nach dem Willen des Herrn ein einziges apostolisches Kollegium bildeten, so sollen der Nachfolger des Petrus und die Bischöfe, die Nachfolger der Apostel – das Konzil betonte es ausdrücklich (vgl. Lumen gentium, 22) –, miteinander verbunden sein. Trotz der unterschiedlichen Rollen und Aufgaben des römischen Papstes und der Bischöfe steht diese kollegiale Gemeinschaft im Dienst der Kirche und der Einheit im Glauben, von der in hohem Maße die Wirksamkeit der Evangelisierungstätigkeit in der Welt von heute abhängt. Auf diesem Weg, den meine verehrungswürdigen Vorgänger beschritten haben, will auch ich weitergehen in der einzigen Sorge, der ganzen Welt die lebendige Gegenwart Christi zu verkünden. 3. Mir steht insbesondere das Zeugnis von Papst Johannes Paul II. vor Augen. Er hinterläßt eine mutigere, freiere und jüngere Kirche. Eine Kirche, die nach seiner Lehre und seinem Beispiel gelassen auf die Vergangenheit blickt und keine Angst vor der Zukunft hat. Durch das Große Jubiläum ist sie in das neue Jahrtausend eingetreten, in den Händen das Evangelium haltend, das durch die maßgebliche vertiefte Interpretation des Zweiten Vatikanischen Konzils auf die heutige Welt angewandt wurde. Zu Recht hat Papst Johannes Paul II. das Konzil als »Kompaß« bezeichnet, mit dem man sich im weiten Meer des dritten Jahrtausends orientieren kann (vgl. Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte, 57–58). Auch in seinem geistlichen Testament schrieb er: »Ich bin überzeugt, daß es den jungen Generationen noch lange aufgegeben sein wird, die Reichtümer auszuschöpfen, die dieses Konzil des 20. Jahrhunderts uns geschenkt hat« (17.3.2000; in O.R. dt., Nr. 16, 22.4.2005, S. 5). Deshalb will auch ich, wenn ich den Dienst übernehme, der dem Nachfolger Petri eigen ist, mit Nachdruck den festen Willen bekräftigen, daß ich mich weiter um die Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils bemühen werde, auf den Spuren meiner Vorgänger und in treuer Kontinuität mit der zweitausendjährigen Tradition der Kirche. In diesem Jahr wird der 40. Jahrestag des Abschlusses der Konzilsversammlung (8. Dezember 1965) gefeiert. Die Konzilsdokumente haben im Laufe der Jahre nicht an Aktualität verloren; ihre Lehren erweisen sich sogar als besonders nützlich im Bezug auf die neuen Anliegen der Kirche und der jetzigen globalisierten Gesellschaft. 4. Sehr bedeutungsvoll ist, daß mein Pontifikat zu einer Zeit beginnt, in der die Kirche das besondere Jahr der Eucharistie begeht. Sollte man in diesem providentiellen Zusammentreffen nicht ein Element sehen, das das Dienstamt, zu dem ich berufen bin, kennzeichnen muß? Die Eucharistie, Herz des christlichen Lebens und Quelle der Evangelisierungssendung der Kirche, soll die ständige Mitte und Quelle des mir anvertrauten Petrusamtes sein. Die Eucharistie setzt den auferstandenen Christus immer gegenwärtig, der sich uns weiterhin darbringt, indem er uns auffordert, am Gastmahl seines Leibes und seines Blutes teilzuhaben. Aus der vollen Gemeinschaft mit Ihm erwächst jedes weitere Element des Lebens der Kirche, an erster Stelle die Gemeinschaft zwischen allen Gläubigen, die Verpflichtung, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen, und die leidenschaftliche Liebe zu allen, besonders zu den Armen und Geringen. In diesem Jahr muß deshalb das Hochfest des Leibes und Blutes des Herrn, Fronleichnam, besonders feierlich begangen werden. Die Eucharistie wird dann im August den Mittelpunkt des Weltjugendtages in Köln und im Oktober der Ordentlichen Versammlung der Bischofssynode bilden, deren Thema lautet: »Die Eucharistie, Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche.« Ich bitte alle, in den kommenden Monaten die Liebe und Verehrung Jesu in der Eucharistie zu verstärken und den Glauben an die wirkliche Gegenwart des Herrn mutig und klar zum Ausdruck zu bringen, vor allem durch die Feierlichkeit und Korrektheit der Gottesdienste. In besonderer Weise bitte ich die Priester darum, an die ich in diesem Augenblick mit großer Liebe denke. Das Priestertum ist im Abendmahlssaal zusammen mit der Eucharistie entstanden, wie mein verehrungswürdiger Vorgänger Johannes Paul II. viele Male unterstrichen hat. »Das Leben des Priesters muß in besonderer Weise eine ›eucharistische Gestalt‹ haben«, schrieb er in seinem letzten Brief zum Gründonnerstag 2005 (Nr. 1). Dazu trägt vor allem die andächtige tägliche Feier der heiligen Messe bei, die Mittelpunkt des Lebens und der Sendung jedes Priesters sein soll. 5. Genährt und gestützt von der Eucharistie, werden sich die Katholiken ganz selbstverständlich zum Streben nach jener vollen Einheit angespornt fühlen, die Christus im Abendmahlssaal so innig gewünscht hat. Der Nachfolger Petri weiß, daß er dieses tiefe Verlangen des göttlichen Meisters in ganz besonderer Weise auf sich nehmen muß. Denn ihm ist die Aufgabe übertragen, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32). Zu Beginn seines Amtes in der Kirche von Rom, die Petrus mit seinem Blut getränkt hat, übernimmt sein jetziger Nachfolger ganz bewußt als vorrangige Verpflichtung die Aufgabe, mit allen Kräften an der Wiederherstellung der vollen und sichtbaren Einheit aller Jünger Christi zu arbeiten. Das ist sein Bestreben, das ist seine dringende Pflicht. Er ist sich dessen bewußt, daß dafür die Bekundung aufrichtiger Gefühle nicht ausreicht. Es bedarf konkreter Gesten, die das Herz erfassen und die Gewissen aufrütteln, indem sie jeden zu der inneren Umkehr bewegen, die die Voraussetzung für jedes Fortschreiten auf dem Weg der Ökumene ist. Der theologische Dialog ist notwendig, und die Untersuchung der geschichtlichen Beweggründe dieser Entscheidungen, die in der Vergangenheit geschehen sind, ist ebenfalls unerläßlich. Aber am dringendsten ist die »Reinigung des Gedächtnisses«, die von Johannes Paul II. so oft hervorgehoben wurde und die allein die Herzen darauf vorbereiten kann, die volle Wahrheit Christi aufzunehmen. Vor ihn, den höchsten Richter allen Lebens, muß jeder von uns hintreten in dem Bewußtsein, daß er Ihm eines Tages Rechenschaft ablegen muß über das, was er getan, und das, was er nicht getan hat im Hinblick auf das große Gut der vollen und sichtbaren Einheit aller seiner Jünger. Der jetzige Nachfolger Petri läßt sich in erster Person diese Frage stellen und ist bereit, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das grundlegende Anliegen der Ökumene zu fördern. Auf den Spuren seiner Vorgänger ist er fest entschlossen, jede Initiative zu pflegen, die angemessen erscheinen mag, um die Kontakte und das Einvernehmen mit den Vertretern der verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu fördern. Ja, ihnen sende ich bei dieser Gelegenheit meinen herzlichen Gruß in Christus, dem einen Herrn aller. 6. In diesem Augenblick gedenke ich der unvergeßlichen Erfahrung, die wir alle anläßlich des Todes und des Begräbnisses des verstorbenen Johannes Paul II. gemacht haben. Um seine sterbliche Hülle, die auf dem bloßen Erdboden ruhte, hatten sich die Oberhäupter der Nationen, Personen jedes Standes, und besonders die Jugendlichen in einer unvergeßlichen Umarmung der Liebe und Bewunderung versammelt. Die ganze Welt hat voll Zuversicht auf ihn geschaut. Vielen schien es, daß diese eindrucksvolle Teilnahme, die von den Medien bis an die Grenzen des Planeten übertragen wurde, gleichsam ein gemeinsamer Hilferuf an den Papst von seiten der heutigen Menschheit war, die sich, von Unsicherheiten und Ängsten beunruhigt, die Frage nach ihrer Zukunft stellt. Die Kirche von heute muß in sich das Bewußtsein ihrer Aufgabe schärfen, der Welt die Stimme dessen anzubieten, der gesagt hat: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben« (Joh 8,12). Bei seiner Amtsübernahme weiß der neue Papst, daß es seine Aufgabe ist, vor den Männern und Frauen von heute das Licht Christi leuchten zu lassen: nicht das eigene Licht, sondern das Licht Christi. In diesem Bewußtsein wende ich mich an alle, auch an diejenigen, die anderen Religionen angehören oder die einfach eine Antwort auf die Grundfragen des Daseins suchen und sie noch nicht gefunden haben. An alle wende ich mich in Einfachheit und Liebe, um sie dessen zu vergewissern, daß die Kirche mit ihnen weiterhin einen offenen und aufrichtigen Dialog pflegen will in der Suche nach dem wahren Guten des Menschen und der Gesellschaft. Ich erbitte von Gott die Einheit und den Frieden für die Mernschheitsfamilie und erkläre die Bereitschaft aller Katholiken, für eine wahre gesellschaftliche Entwicklung zusammenzuarbeiten, die die Würde jedes Menschen achtet. Ich werde weder an Kräften noch an Hingabe sparen, um den verheißungsvollen Dialog fortzusetzen, der von meinen verehrungswürdigen Vorgängern mit den verschiedenen Kulturen angeknüpft wurde, denn aus dem gegenseitigen Verständnis erwachsen die Bedingungen für eine bessere Zukunft aller. In besonderer Weise denke ich an die jungen Menschen. Ihnen, den bevorzugten Gesprächspartnern von Papst Johannes Paul II., gilt meine liebevolle Umarmung in der Erwartung, daß ich – so Gott will – mit ihnen in Köln anläßlich des kommenden Weltjugendtages zusammentreffen werde. Liebe Jugendliche, ihr seid die Zukunft und Hoffnung der Kirche und der Menschheit, und ich setze mit euch den Dialog fort, indem ich eure Erwartungen anhöre in der Absicht, euch zu helfen, damit ihr dem lebendigen, ewig jungen Christus begegnet. 7. »Mane nobiscum, Domine!« Bleibe bei uns, Herr! Diese Aufforderung, die das Hauptthema des Apostolischen Schreibens von Johannes Paul II. für das Jahr der Eucharistie bildet, ist die Bitte, die spontan aus meinem Herzen aufsteigt, während ich mich anschicke, das Dienstamt anzutreten, in das Christus mich berufen hat. Wie Petrus, so erneuere auch ich mein Versprechen uneingeschränkter Treue. Nur Ihm will ich dienen, indem ich mich vollständig dem Dienst an seiner Kirche widme. Zur Bekräftigung meines Versprechens bitte ich um die mütterliche Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria, in deren Hände ich die Gegenwart und die Zukunft meiner Person und der Kirche lege. Mögen auch die hll. Apostel Petrus und Paulus und alle Heiligen ihre Fürsprache einlegen. Mit diesen Gefühlen erteile ich euch, verehrte Kardinalsbrüder, sowie denen, die an diesem Ritus teilnahmen, und allen, die über Fernsehen und Rundfunk mit uns verbunden sind, meinen besonderen liebevollen Segen. Amen.
April 11, 2010
Divine Mercy Sunday – 3:00 p.m. Service

Jesus is here as Divine Mercy and has many, many angels
with Him. He says: “I am your Jesus, born Incarnate.”
“Behold, I am with you just as I have promised!
Please understand that My Mercy is from age to age.
The depths of Divine Mercy are as deep as any ocean
and as high as Heaven itself. But this present age is
the age of Mercy, as I call everyone – all people and
all nations – into the Blood and Water that flows from
My Heart. Repent in the grace of My Mercy, for in the
future many may pass to their judgment quickly -
without warning.”
“These days which are upon you, I invite you to
understand spiritually the significance of the epic
earthquakes you have been experiencing. Let it be a
sign to you that earth is attempting to regurgitate
the evil which is present all over the world today.
Further, understand, flooding and tsunamis are
spiritually significant when seen as nature’s attempt
to wash clean the surface of the earth from the
effects of sin.”
“If you do not look with spiritual eyes at current
events, you may slip into a false security – even a
complacency. Time is short. You do not have time to
take any present moment for granted.”
“Once again I call you to unity, for this is the way
to be merciful to one another. Do not oppose this
Mission which seeks only the salvation of souls. Do
not oppose these Messages which call souls to their
conversion. Allow your hearts to be transformed by
the many graces offered here. This Mission is a sign
of My Divine Mercy in the world today.”
“Never discount, My brothers and sisters, present
moment grace which is My Divine Provision, bringing
many souls to a truthful glimpse of the state of
their own heart, provides new paths around seemingly
immovable obstacles and even opens the pathway to
sanctification. Present moment grace is My Love and
Mercy upon you. It is with you as you listen to this
Message. Each one is receiving what he needs to
believe and to help others to believe. So much present
moment grace goes unattended by so many – graces
which could have changed the course of human history.
I am giving you graces here today which can change
your future, the future of your nation and of the
world, if you respond to them.”
“My brothers and sisters, today I am filling your
hearts with My Love and My Mercy. Allow this Love and
Mercy to spill out into the world around you; for it
is in this way that souls that are in error and travel
the path to perdition can be redirected into the
perfection of Holy Love.”
“Today I’m extending to you My Blessing of Divine
Love.”
————————-
Holy Love Ministries
Maranatha Spring and Shrine
37137 Butternut Ridge Road
Elyria,
OH 44039 U.S.A.
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Holy Love Messages
11. April 2010
Jesus ist hier, wie er in der Barmherzigkeit Gottes Bild ist. Er sagt: “Ich bin euer Jesus, geboren zu verkörpern.”
“Heute Abend bin ich gekommen, um die ganze Menschheit zu bitten, sich an meine Barmherzigkeit wenden. Der Arm meiner Gerechtigkeit wächst schwer und bereit, am Befehl meines Vaters zu fallen. Die Menschheit missbraucht hat die Gnade, die er gegeben hat. Die Technologie hat neue Wege zu mich zu beleidigen. Die Menschen leben um ihre Sinne zu befriedigen und nicht Gott zu lieben und zu dienen. ”
“Diejenigen, die gegeben haben die meisten haben, zu oft verwendet, ihre Gaben zu nutzen, andere nehmen – die ganze Zeit eifersüchtig ihre eigene Wohlfahrt.”
“Ich rufe euch auf, Frieden und Einheit durch diese Botschaften der Heiligen und Göttlichen Liebe. Etiketten nicht mehr erlauben oder Meinungen zu spalten Sie. Suchen Sie vielmehr Ihre gemeinsame Abhängigkeit von Gott und aufeinander. Hold in euren Herzen eine gegenseitige Liebe und Achtung für jedes weitere. Dies ist die Art, wie mein Vater will, dass du lebst. Terror, Gewalt, ungezügelte Leidenschaften und zwingt zur Unterwerfung der anderen sind nicht von mir. Sie müssen erst warten Heiligen Liebe, eure Herzen zu konsumieren. Es ist auf diese Weise werden Sie der Lage sein, Meine Barmherzigkeit zu wählen, denn die göttliche Liebe und Barmherzigkeit Gottes sind eins. Holy Love ahmt göttliche Liebe und Barmherzigkeit Gottes. ”
“Meine Brüder und Schwestern, nicht dumm zu verschwenden die abnehmende Alter von meiner Dankbarkeit, die bleibt. Die Zeiten meiner Gerechtigkeit werden zügig folgen. Deshalb schauen mit den Augen der Wahrheit in Ihrem eigenen Herzen. Ihre Ewigkeit wird auf der Skala der ermittelt werden Holy Love. Rid eure Herzen aller Bosheit, Habsucht und Unversöhnlichkeit. Surrender vollständig heiligen Liebe. All das ist in der Dunkelheit wird ans Licht gebracht werden – das Licht der Wahrheit, dem Licht der Liebe. Sie können nicht rechtfertigen keine Sünde – auch die kleinste Lüge – vor mir. Überzeugen Sie sich selbst nicht anders. Ihre Hoffnung ist in Meine Barmherzigkeit. ”
“Ich sage Ihnen, alle meine Werke sind in My Love and Mercy Mein bekleidet. The Eternal Now, wer mein Vater ist, hält es so. Mein größtes Werk ist die Umwandlung von einer Seele. Trust in Meine Barmherzigkeit gießt, die auf euch wie die Wellen an das Ufer. Vertrauen in meine Liebe, die Sie umgibt, unterstützt Sie und fordert Sie zur Einheit der Herzen. Trust in dieser Mission, die einen Schimmer von My Göttlichen Barmherzigkeit und Meine göttliche Liebe in der Welt ist. ”
“Ändern Sie Ihr Herz und Ihr Leben durch die heilige Liebe. Das ist mein Aufruf an Sie.”
“Ich bin Verlängerung My Hand of Mercy über das Herz der Welt durch diese Botschaften der Heiligen und Göttlichen Liebe. In den Tagen von Ninive, bereute das Volk und legte Sacktuch, wenn sie die Botschaft Gottes hören über Jona. Gott nicht fallen lassen, seine Arm der Gerechtigkeit, wenn er dem Volk die Reue sah. Ich sage Ihnen, dass Sie auf Holy Love als Sack bald legen, und mit Aufrichtigkeit. Es ist in dieser Weise können Sie umkehren kann der Zorn Gottes. Ich bin der Welt sprechen durch diese Boten – nicht nur Katholiken, nicht nur Christen. Das Herz der Welt muss mit Gott durch das Leben die Gebote der Liebe in Einklang gebracht werden. Könige, Fürsten, politische und religiöse Führer müssen reagieren, als habe der König in Jonah’s Day. Put auf den Sack der Heiligen Liebe. ” (Jona 3:1-10) *
“Der König in Jonah’s day verschwendete keine Zeit in der Vermietung Jonah Botschaft einzudringen sein Herz. Er reagierte auf die Warnung sofort. Heute bin ich bitten alle Menschen – alle Nationen, alle Staats-und Regierungschefs – nicht kostbare Zeit in Zweifeln an der Nachricht oder der Prüfung der Bote. Vielmehr reagieren durch das Leben in Holy Love. Jedes Herz, das mit seinem Schöpfer auf diese Weise verschiebt sich versöhnt und schwächt den Zorn der Gerechtigkeit. ” (Kolosser 3: 12-15) **
“Meine Brüder und Schwestern, ich komme zu Ihnen heute Abend noch einmal, weil ich dich liebe. Die Kraft meiner Liebe und Barmherzigkeit sind jetzt abwärts in eure Herzen und geben Ihnen die Gegenwart Gnaden des Begehrens A More Perfect Union mit dem göttlichen Willen.”
“Liebe Kinder, heilig sein, einander lieben, einander respektieren. In den Willen meines Vaters zu vereinigen.”
“Tonight Ich segne euch mit meinem Segen der göttlichen Liebe.”
* Jona 3:1-10
Und das Wort des Herrn erging an Jona zum zweiten Mal, und sprach: “Steh auf, nach Ninive zu gehen, die große Stadt, und sie verkünden die Botschaft, die ich Ihnen sagen.” So machte sich Jona auf und ging nach Ninive, gemäß dem Wort des Herrn. Ninive war eine überaus große Stadt, drei Tagereisen in die Breite. Jona begann, in die Stadt gehe, werde eine Tagereise. Und er rief: “Noch vierzig Tage und Ninive wird zerstört werden!” Und die Leute von Ninive glaubten Gott, sie schnell verkündet, und zogen Säcke, aus dem größten von ihnen, die am wenigsten von ihnen.
Dann bringt man den König von Ninive, und er erhob sich von seinem Thron, nahm seinen Mantel, und deckte sich mit Sack und setzte sich in Asche. Und er machte Verkündigung und veröffentlichte über Ninive, “Durch das Dekret des Königs und seiner Großen: Lassen Sie weder Mensch noch Tier, noch Herde Schafe, Geschmack nichts, laß sie nicht füttern, oder Wasser trinken, aber das soll der Mensch und Tier erfasst werden, mit Sack und ließ sie weinen mächtig zu Gott, ja, lassen Sie alle wiederum von seinem bösen Weg und von der Gewalt, die in seinen Händen ist. Wer weiß, Gott möge doch umkehren und ab von seinem glühenden Zorn, so dass wir nicht untergehen? ”
Als Gott sah, was sie taten, wie sie von ihrem bösen Wege geworden, Gott des Bösen, das er sagte, er würde ihnen nicht bereut, und er tat es nicht.
** Kolosser 3: 12-15
Setzen Sie dann, wie Gottes Auserwählten, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, Nachsicht miteinander und, wenn man eine Beschwerde gegen einen anderen hat, verzeiht einander, wie der Herr euch vergeben hat, so dass Sie muss auch verzeihen. Und vor allem diese zieht die Liebe, die alles zusammenhält in perfekter Harmonie. Und der Friede Christi regiere in euren Herzen, zu denen du warst ja in den einen Leib genannt. Und dankbar sein.
April
5
Das Turiner Grabtuch – Zeugnis der Auferstehung?
Das Turiner Grabtuch
- Zeugnis der Auferstehung? -
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ÜBERSICHT: Seit den fünfziger Jahren dauert der Streit um die Echtheit des Turiner Grabtuchs an; durch den Zerrspiegel der Presse wurde der Öffentlichkeit in regelmässiger Unentschlossenheit immer wieder ein anderes Ergebnis präsentiert, die weltanschauliche Prägung der verantwortlichen Presseorgane trug – wie immer in der “objektiven” Berichterstattung – zur allgemeinen Verwirrung bei. Folgender Beitrag soll Fakten aufzeigen, die für die historische Echtheit des Turiner Grabtuchs als Zeugnis für einen offenkundig paranormalen Entstehungsprozess der Reliquie sprechen.
Um es vorweg zu nehmen: Es geht mir nicht darum, etwas zu beweisen; folgende Stellungnahme biete ich als Handreichung für kritische Mitwanderer, die angesichts der verheerenden Meinungsmanipulation bald nicht mehr wissen, was sie glauben sollen (- wissenschaftliche Fakten können in Bezug auf unseren Glauben lediglich Orientierungshilfen sein, aber keine Grundlage dafür). Seit 1988 “weiss” ja jedes Kind, dass es sich bei der seit ca. 1350 als Reliquie verehrten Leinwand nun doch um eine mittelalterliche Fälschung handelt. Immerhin hat man den Stoff mit der äusserst zuverlässigen Radiocarbonmethode (C 14-Methode) ins 14. Jahrhundert datiert. Das genügte, um zahllose Menschen in eine schwere Glaubenskrise zu führen, denn das Grabtuch war für die meisten Kirchengläubigen eines der wenigen “erlaubten” paranormalen Orientierungshilfen. Wäre damit das Turiner Grabtuch also erledigt?
Wie lässt sich aber erklären, dass 1898 der italienische Advokat und Fotograf Secondo Pia, der als erster eine Aufnahme vom Grabtuch machte, feststellte, dass das Negativbild seines Fotos schon eine Positivaufnahme ergab? Geschickte Malkunst mittelalterlicher Fälscher? – In den fünfziger und sechziger Jahren debattierte man über die Echtheit des Turiner Grabtuchs; zwei Untersuchungen 1967 und 1973 endeten mit der Feststellung, die “Fälscherthese” sei eher unwahrscheinlich. 1978 wurden in Turin zwei aus skeptischen Wissenschaftlern bestehende Delegationen zur gründlichsten chemischen und physikalischen Analyse zugelassen, wobei auch gerichtsmedizinische Methoden angewandt wurden. Der Sprecher der amerikanischen Gruppe, Prof. Dr. Mulhallas bekannte in einem anschliessenden Interview: “Wir dachten alle, dass wir nach einer halben Stunde unsere Geräte wieder einpacken und nach Hause zurückkehren könnten, aber die Untersuchung hat uns von der Echtheit des Tuches überzeugt. Die Beweislast liegt jetzt bei den Skeptikern.”
Nach den Ergebnissen von 1978 zeigt die Turiner Leinwand den Körperabdruck eines Mannes von 180 cm Grösse und ca. 79 Kg Gewicht, dessen Körper die Wunden von 130 Geisselhieben, Nagelwunden an Handwurzeln und Füssen, Quetschungen, wie sie bei dem Sturz mit dem getragenen Querbalken entstanden sein könnten, den Lanzenstich und die Wunden einer “Dornenhaube” aufweist. Jeder Fälscher würde nach den Zeugnissen der Evangelien eine Dornenkrone darstellen, und keine Haube, von der im NT keine Rede ist. Eine solche Dornenhaube hatte kein anderer Gekreuzigter zu tragen. In mittelalterlichen Darstellungen gehen die Wundmale nicht durch die Handwurzeln, sondern durch die Handflächen (was widersinnig ist, denn einem so Gekreuzigten würden die Nägel die Hände durchreissen). Die Seitenwunde liegt in der rechten Körperseite und weist hohen Blutaustritt auf: bei einem Toten staut sich das Blut rechts, was ein mittelalterlicher Fälscher bei den damaligen anatomischen Kenntnissen schwerlich wissen konnte. Keine Merkmale der Verwesung, wohl aber der Leichenstarre. Ausserdem legte man der Leiche Münzen auf die Augen, was man nur bei eindeutig Toten zu tun pflegte. Der offensichtliche Einfluss der Reliquie auf die Ikonographie des frühchristlichen und byzantinischen Christusbildes – vor allem auf den alten lkonen und kaiserl. Münzen seit dem 6. und 7. Jahrhundert – beweist, dass das Grabtuch zu jener Zeit schon bekannt war. Nach den Angaben des britischen Forschers Noel Currer-Briggs war das Grabtuch wahrscheinlich jahrhundertelang in der Stadtmauer von Edessa eingemauert; jedes andere gewöhnliche Gewebe wäre zu Staub zerfallen.
Alles schön und gut, dennoch bewies zehn Jahre später die schon erwähnte Radiocarbonuntersuchung schlagend, dass das Tuch aus dem Mittelalter stammen muss. Also doch eine Fälschung?
Joachim Andrew Sacco, Ingenieur aus den USA, produziert seit Mitte letzten Jahres einen Dokumentarfilm mit dem Titel “The Shroud” (Das Leichentuch), in dem u. a. folgendes berichtet wird: Das Streitobjekt wurde 1532 durch einen Brand (ca. 850 Grad) in der Schlosskapelle von Chambèry in Mitleidenschaft gezogen, der Silberbehälter, in den es eingeschlossen war, schmolz. Ein ebenso behandeltes Tuch aus dem Jahre 200 ergab ein um 1400 Jahre verschobenes C 14-Messergebnis. Die Laboratorien, die 1998 die Datierung vorgenommen hatten, revidierten ihre Messergebnisse und meinten, es müsse mindestens 1900 Jahre alt sein. Seit 1993 steht das fest. Die Untersuchungen des Blutes ergaben, dass es menschliches Blut sei, höchstwahrscheinlich der Blutgruppe AB. Man fand eine XY-Chromosomen-Konfiguration, was auf einen Mann schliessen lässt. Untersuchungen von Staub- Pollen- und Schmutzspuren ergaben, dass sie aus der Nähe von Jerusalem stammen.
Zum Bild selbst: es wurden keine Farbpigmente gefunden, Säure scheidet ebenfalls aus. Manches wird erst bei ultraviolettem Licht sichtbar, das Bild ist dreidimensional kodiert. Verschiedene KünstIer wurden beauftragt, eine Reproduktion vorzunehmen, jedoch ohne Erfolg. Nicht einmal mit Methoden der Fotographie könnte man so ein Bild herstellen.
Wie kann man solch ein Bild dann sonst produzieren? Die Antwort: ,Man” kann es gar nicht! Durch Computersimulationen wurde nachgewiesen, dass der Körper sich blitzartig in einen neuen Raum versetzt hat, die Struktur der Atome hat sich neu geordnet. Beim Übertritt in diese neue Ordnung wurde viel Energie abgestrahlt (mehrere hundert Joule pro c hoch 2 [Quadratzentimeter]), die das Bild auf dem Tuch erzeugt hat. Forscher zogen einen Vergleich zu dem Atomblitz von Hiroshima, der Negativbilder von Opfern auf Mauern und Steine gezeichnet hat. Die Neuordnung der subatomaren Teilchen im Körper liess das Tuch regelrecht durch den Energie abstrahlenden Körper fallen: jene Partien, die mit dem Körper in direkter Berührung waren, bekamen mehr Strahlung ab als die anderen. Darum ist das Bild auf der Vorderseite deutlicher als auf der Rückseite.
In einem Pressegespräch gab der Produzent des mittlerweile wohl fertiggestellten Films folgenden Kommentar ab: “Den Wissenschaftlern, mit denen ich zu tun habe (rund 40 Forscher, die sich seit 1978 mit diesem Themenkreis befassen; Ärzte, Hämatologen, Physiker, Ingenieure aus verschiedenen Sparten, Archäologen, Historiker … ) und die sich mit dem Fragenkomplex beschäftigten, ist es wie mir ergangen: Sie gelangten zu der Überzeugung, dass die Auferstehung tatsächlich stattgefunden hat. Wir haben einfach die Evidenz dafür vor uns. Da sprechen die Tatsachen.”
Soviel zu den blossen Fakten wissenschaftlicher Forschung. Dass bei einer sog. Dematerialisation, wie sie hier von Wissenschaftlern physikalisch beschrieben wurde, Energie im Spiel sein muss, zeigt die sprichwörtliche Erhitzung von apportierten Gegenständen, die in der klassischen parapsychologischen Fachliteratur immer wieder beschrieben wird.
Betrachten wir nun einmal im Zusammenhang mit dem Dargelegten die einleuchtendsten jenseitigen Stellungnahmen zu dem Prozess der Auferstehung und damit verbunden der körperlichen Zeugung des Gekreuzigten. In seinem Buch “Der Baumeister seiner Welt” lässt Hans Malik durch ein dem Kreise Adelma von Vays angehörenden Medium einen Zeugen des Lebens und Sterbens Jesu zu Wort kommen: “Christus kam zur Welt in Menschengestalt mit Fleisch und Bein wie jeder andere Mensch, doch die Materie, aus der sein Körper gebildet war, bestand aus jungfräulichen Urstoffen oder Urmaterien des Erdkreises.”
“…Der Körper wurde vom Kreuze genommen und war das, was eines anderen toten Menschen Körper ist: ein Leichnam. Christus war tot, sein Geist hatte den Körper verlassen und der Leichnam blieb zurück. Auch wenn Christus seinen Leib im Grabe nicht zersetzt (aufgelöst) hätte, wäre dieser nicht verwest, sondern hätte sich verflüchtigt…”
“Christus, der vollkommene Geist, konnte in keiner unvollkommenen (kranken) Materie leben, um einen vollkommenen Menschen darzustellen; deshalb konnte für ihn kein Leib auf sinnliche … Art gezeugt, sondern musste einer erschaffen werden. Nachdem Christus die Materien seines Leibes im fluidischen Zustande nun nach seiner Auferstehung zu Gebote standen, konnte er sich jederzeit seinen Leib bilden, d.h. die fluidischen Materien verdichten und ihnen ganz das Aussehen seines früheren Körpers geben mit allen Spuren, die die Martern und die Kreuzigung auf ihm hinterliessen. Er bedurfte hierzu keines Mediums behufs Entlehnung von Stoffen, denn er hatte ja die Stoffpotenzen seines früheren Leibes zur Verfügung um sich, die er formen konnte nach seinem Willen, zum Erkennen und zum Nichterkennen; denn der Geist, der den Stoff zu beherrschen versteht, kann sich die Form geben, die er will. Die Verdichtung seines Leibes brauchte nun keinen Ausbrütungsprozess durchzumachen, sondern er verdichtete und zersetzte sich blitzschnell (!).”
Ähnliches wurde szt. zum katholischen Pfarrer Johannes Greber gesagt: “Er (der irdische Leib Christi) war wie alle materiellen Menschenleiber aus dem Od der Erde entstanden und kehrte wie diese auch wieder zur Erde zurück. Nur dass er nicht auf dem Wege der Verwesung in das irdische Od (Fussnote 1) aufgelöst wurde, sondern durch eine Dematerialisation von seiten der Geisterwelt.”
Emanuel beschreibt die körperlichen Verhältnisse Jesu folgendermassen: “Christus hatte seinen Körper selbst geformt, und er löste ihn wieder in seine Urbestandteile auf, ihn zu wiederholten Malen wieder um sich nehmend, um seinen Jüngern seine Identität zu beweisen. …Die Bildung dieses Körpers aus den Urbestandteilen der Materie, die ja auch ewig sind, geschah nach denselben Gesetzen der Materialisation, die der Menschheit der Jetztzeit geoffenbart werden.”
In seinem Werk “Christentum als Weltanschauung und Lebenskunst” knüpft hier Friedrich Funcke, auf jenseitigen Stellungnahmen fussend, an: “In spiritistischen Sitzungen sind Geister unter den strengsten Bedingungen fotographiert worden und zwar von Forschern, die man nicht als leichtgläubige Toren hinstellen kann. Nun aber stehen die Geister, die sich so zeigen, nicht auf besonders hoher Stufe. Wenn also schon mindere Geister sich sichtbar machen können, so wird Christus, der hohe Geist, dies vermöge seiner Beherrschung der Naturgesetze noch viel besser können. Was nun die eigentliche Auferstehung und das Verschwinden des Leichnams betrifft, so wollen wir uns erinnern, dass dieser Leib aus leichter Materie bestand, die sich unter dem Einfluss des mächtigen Willens Christi im Augenblicke zersetzte und verschwand. Auch diese Verflüchtigung des Stoffes hat ihr erklärendes Seitenstück in den ApportPhänomenen des Spiritismus, indem Gegenstände blitzschnell verflüchtigt, an einen andern Ort versetzt und wieder verfestigt werden nach den Gesetzen der geistigen Chemie.”
Schliesslich noch eine übereinstimmende Durchsage über Adelma v. Vay: “Hohe Dinge erfordern hohe Gesetze. Christus legte selbst, vermöge seiner hochgeistigen Schaffenskraft, den Keim zu seinem künftigen halbmateriellen Leibe fluidisch in seiner Mutter Schoss, nach dem höchsten Schöpfungsgesetz… Dieses Hineinlegen des Lebenskeimes in den Schoss Marias war ein fluidisch-chemischer Prozess – wie etwa das Einsaugen von Luft in den Menschenorganismus – wovon Maria weder eine Ahnung noch ein Fühlen hatte.”
“… Durch die Kraft des bewegenden Geistes Jesu selbst angeregt und durch die wirkenden Kräfte der Jungfrau Maria auf natürliche Weise zum Wachsen gebracht, bildete der eingesogene Keim einen Fötus, um einen Menschenleib in Erscheinung zu bringen; würdig, bei seiner Geburt den Messiasgeist in sich aufzunehmen und fähig, seinen Äusserungen zu dienen.”
Und weiter heisst es: “Es ist also das Kirchendogma der unbefleckten Geburt Christi durch eine Jungfrau mit Hilfe des heiligen Geistes wahr und richtig; aber kein Wunder, sondern das allerhöchste Gesetz! … Nur diese Geburtsart erklärt seine Auferstehung; denn nur dieser halbmaterielle Leib konnte nicht verwesen, konnte auferstehen und, sich verwandelnd und verklärend, zum Himmel steigen.”
Wie unschwer am Sprachstil dieser Kommentare zu erkennen ist, stammen sie teilweise aus der Zeit um die Jahrhundertwende [19./20. Jhrd]. Um so beeindruckender, wie sie die aktuellen Forschungsergebnisse zum Grabtuch Jesu ergänzen – zwar nicht streng wissenschaftlich, doch wer Augen hat zu sehen…
Neben vorliegenden Fakten noch ein historisch belegtes und psychologisch plausibles Argument dafür, dass zu jener Zeit wirklich Gewaltiges geschah: wenn man den Evangelien glauben darf, flüchteten Jesu Jünger bei dessen Verhaftung. Nach der angeblichen Auferstehung traten sie allerdings mit ihrem Leben für die Verbreitung der christlichen Botschaft ein, was geschichtliche Urkunden bezeugen. Also muss etwas stattgefunden haben, das die eingeschüchterten und verwirrten Jünger in Helden verwandelt hat: die erschütternde Erfüllung des Versprechens Jesu, er werde den Tod überwinden und für immer bei ihnen sein. “Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.” (Matth. 28, 20)
Göttlichen Barmherzigkeit
Novene zur göttlichen Barmherzigkeit
Schwester Faustyna Kowalska wurde am 18.04.1990 von Papst
Johannes Paul II. seliggesprochen und am 30. April 2000 heiliggesprochen.

Dieses Gebet diktierte Jesus, der Herr, der hl. Schwester Faustyna in Wilno im Jahre 1935. In den folgenden Offenbarungen zeigte ihr Jesus den Wert und die Wirksamkeit dieses Gebetes und die hl. Sr. Faustina überlieferte die mit ihm zusammenhängenden Verheißungen.
Bete diesen Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit besonders in der Todesstunde Jesu: um 3 Uhr nachmittags!
Die Stunde der großen Barmherzigkeit: “Um 15 Uhr flehe Meine Barmherzigkeit an, besonders für die Sünder. Vertiefe dich wenigstens kurz in Mein Leiden, vor allem in Meine Verlassenheit während des Sterbens. Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. Ich erlaube dir, in Meine Todestrauer einzudringen. In dieser Stunde versage Ich nichts der Seele, die Mich durch Mein Leiden bittet.” (TB 1320)
Erster Tag
JESUS: “Heute führe Mir die ganze Menschheit zu, besonders alle Sünder, und tauche sie ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit. Damit verringerst du die Bitternis um die verlorenen Seelen.”
Wir bitten um Barmherzigkeit für die ganze Menschheit. Barmherziger Jesus, Du bist Erbarmen und Verzeihung, schaue nicht auf unsere Sünden, sondern auf das Vertrauen, welches wir auf Deine unendliche Güte setzen. Nimm uns alle auf in Dein mitleidvolles Herz und weise niemanden zurück. Wir flehen zu Dir durch die Liebe, welche Dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist vereint. Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen Augen auf die ganze Menschheit herab, vor allem auf die armen Sünder, deren einzige Hoffnung das barmherzige Herz Deines Sohnes und unseres Herrn Jesus Christus ist. Durch sein schmerzhaftes Leiden schenke uns Deine Barmherzigkeit, auf daß wir alle zusammen Deine Allmacht in Ewigkeit lobpreisen.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Zweiter Tag
JESUS: “Heute führe Mir alle Priester und gottgeweihten Seelen zu,
tauche sie ein in Meine abgrundtiefe Barmherzigkeit. Sie gaben
Mir die Kraft, Mein bitteres Leiden durchzustehen. Wie durch
Kanäle wird sich durch sie Meine Barmherzigkeit über die ganze
Menschheit ergießen.”
Beten wir für die Priester und Ordensleute. Barmherziger Jesus, von dem alles Gute kommt, vermehre die Gnade in den Seelen der Priester und Ordensleute, damit sie würdig und voll Vertrauen alle Werke der Barmherzigkeit verrichten, und dass sie durch Wort und Tat ihre Nächsten dem Vater der Barmherzigkeit im Himmel zuführen und Ihn verherrlichen wie es Ihm gebührt. Ewiger Vater, wirf einen mitleidigen Blick auf die Auserwählten Deines Weinberges, die Priester und Ordensleute, und lass ihnen die Gnade Deines Segens zukommen. Durch die Güte des Herzens Jesu schenke Ihnen Licht und Kraft, damit sie die Menschen auf den Weg des Heils lenken mögen, um mit ihnen in Ewigkeit Deine grenzenlose Barmherzigkeit zu verherrlichen.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Dritter Tag
JESUS: “Heute führe Mir alle treuen und frommen Seelen zu: tau- ehe sie ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit. Diese Seelen stär- ken Mich auf Meinem Leidensweg. sie waren der Tropfen Trost im Meer der Bitternis”.
Beten wir für die treuen Christen. Barmherziger Jesus, der Du die Gnadenschätze Deiner Barmherzigkeit im Übermaß allen Menschen schenkst, nimm alle treuen Christen in das Heim Deines heiligsten Herzens auf und verweise uns daraus in Ewigkeit nie. Wir flehen zu Dir, in Deiner unbegreiflichen Liebe zum himmlischen Vater und zu uns, welche Dein Herz verzehrt. Ewiger Vater schau mit liebenden Augen auf die treuen Seelen, das Erbe Deines Sohnes, und durch die Verdienste Seines bitteren Leidens gewähre ihnen Deinen Segen und umgib sie mit Deinem Schutz auf ewig. Laß nie zu, daß sie die Liebe und den Schatz des heiligen Glaubens verlieren, sondern gib, daß sie im Verein mit allen Engeln und Heiligen Deine Barmherzigkeit ewig loben.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Vierter Tag
Jesus: “Heute führe Mir die Heiden zu und diejenigen, welche Mich noch nicht kennen. Während Meines bitteren Leidens habe Ich auch ihrer gedacht und ihr später Eifer tröstete Mein Herz. Tauche sie nun ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit.”
Beten wir für die Heiden und Ungläubigen. Barmherziger Heiland, Du Licht der Welt, nimm die Seelen aller Heiden und Ungläubigen, welche Dich noch nicht kennen, auf in den Hort Deines allbarmherzigen Herzens. Möge das Licht Deiner Gnade sie erleuchten, damit sie zusammen mit uns die Herrlichkeiten Deiner Barmherzigkeit ewig loben. Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Heiden und all derer, welche Dich noch nicht kennen. Auch sie sind im barmherzigen Herzen Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, eingeschlossen. Führe sie Dir zu im Lichte des Evangeliums, damit auch ihnen das Glück, Dich zu lieben, zuteil werde. Mach, dass sie die Freigebigkeit Deiner Barmherzigkeit ewig loben.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Fünfter Tag
JESUS: “Bringe Mir heute die Seelen der Ketzer und Abtrünnigen: tauche sie ein in das Meer Meiner Barmherzigkeit. Sie waren es, die Meinen Leib und Mein Herz, also die Kirche, während Meines bitteren Leidens zerfleischten. Wenn sie aber in den Schoß der Kir- che zurückkehren, heilen sie Meine Wunden. und Ich empfinde Trost in Meinem Leiden.”
Beten wir für die im Glauben Irrenden. Barmherziger Jesus, Du bist die Güte selbst und versagst keinem das Licht, wenn er es von Dir erbittet. Nimm alle Ketzer und Abtrünnigen und im Glauben Irrenden auf in Dein barm- herziges Herz. Durch Dein Licht führe sie in den Schoß der Kirche. Verweise sie nicht aus Deinem Schutz, sondern hilf, dass auch Sie die Freigebigkeit Deiner Barmherzigkeit loben. Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Ketzer und Abtrünnigen, welche verstockt, in ihren Fehlern ver- harrend, Deine Gnaden mißbraucht haben. Schaue nicht auf ihre Bosheit, sondern auf die Liebe und das Leiden Deines Sohnes. Gib, daß sie bald zur Herde zurückkommen und zusammen mit uns Deine Barmherzigkeit ewig verherrlichen.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Sechster Tag
JESUS: “Bringe Mir heute die sanftmütigen und demütigen Seelen sowie die der kleinen Kinder: tauche sie ein in Meine Barmherzig- keit. Sie sind Meinem Herzen am ähnlichsten und sie stärkten Mich in Meinem schmerzhaften Todeskampf. Damals sah Ich sie gleich Engeln auf Erden Meine Altäre bewachen. Auf sie werde Ich also Fluten von Gnaden gießen, denn nur die demütige Seele, in welche Ich Mein ganzes Vertrauen setze, ist imstande, Meine Gaben zu empfangen.”
Beten wir für die Kinder und die demütigen Seelen. Barmherziger Jesus, Du hast gesagt: “Lernet von Mir, denn Ich bin sanftmütig und demütig von Herzen.” Nimm in Deinen Schutz die Seelen der kleinen Kinder und die Seelen derer, die wie jene sanftmütig und demütig sind. Sie sind wie duftende Blumen vor dem göttlichen Throne, wo Gott sich am Wohlge- ruch ihrer Tugend erfreut. Verschließe diese Seelen in Deinem Herzen, wo sie unaufhörlich die Liebe und Barmherzigkeit Got- tes lobpreisen.
Ewiger Vater, voll Freude schaust Du auf die Seelen der Sanft- mütigen und Demütigen und die der kleinen Kinder. Sie sind dem Herzen Deines Sohnes besonders teuer. Durch ihre Eigen- schaft sind sie Jesus so ähnlich und besitzen dadurch unver- gleichliche Kraft vor Deinem Throne. Wir bitten Dich, allgüti- ger Vater, um der Genugtuung willen, segne die ganze Welt, da- mit wir unaufhörlich Deine Barmherzigkeit preisen.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Siebter Tag
JESUS: “Bringe Mir heute diejenigen Seelen, welche Meine Barm- herzigkeit ganz besonders verehren und verherrlichen. Diese See- len nehmen am meisten Anteil an Meinem Leiden und drangen am tiefsten in Meinen Geist ein. Sie sind lebendige Abbilder Meines barmherzigen Herzens. Diese Seelen werden im kommenden Leben in besonderem Glanz erscheinen, und keiner wird der Hölle an- heimfallen. In der Todesstunde werde Ich ihnen allen beistehen.”
Beten wir für diejenigen, welche die göttliche Barmherzigkeit verehren und verbreiten. Barmherziger Heiland, nimm in den Schutz Deines Heiligsten Herzens alle jene, welche die Größe Deiner Barmherzigkeit verehren und verbreiten. Versehen mit der Kraft Gottes selbst, immer auf Ihn vertrauend, dem Willen Gottes gefügig, tragen sie auf ihren Schultern die ganze Menschheit und erlangen ihr unaufhörlich Gnade und Verzeihung vom himmlischen Vater. Mögen sie in ihrem Eifer bis zum Ende nie erlahmen. In ihrer Todesstunde sei ihnen nicht Richter, sondern barmherziger Erlöser.
Ewiger Vater, blicke gnädig hernieder auf die Seelen, welche be- sonders Deine unerforschliche und unbegreifliche Barmherzig- keit verehren und verherrlichen. Eingeschlossen im Herzen Dei- nes Sohnes, sind sie wie ein lebendiges Evangelium. Ihre Hände sind voller Barmherzigkeit, und ihre von Freude überströ- mende Seele singt Deinen Ruhmgesang. Milder Gott, schenke ihnen Barmherzigkeit nach dem Maße ihres Vertrauens, damit sich das Versprechen unseres Erlösers erfülle, daß Du diejeni- gen ihr Leben lang beschützt und sie in ihrer Todesstunde ver- teidigst, welche das Mysterium Deiner Barmherzigkeit vereh- ren und verbreiten.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Achter Tag
JESUS: “Bringe Mir heute die Seelen im Fegefeuer und versenke sie in den Abgrund Meiner Barmherzigkeit, damit die Ströme Meines Blutes ihre Leiden lindern! Alle diese Seelen sind Mir teuer, während sie der göttlichen Gerechtigkeit Genüge tun. Ihr habt die Möglichkeit, ihnen Linderung zu verschaffen, indem ihr aus den Schätzen der Kirche schöpft durch Ablässe und Opfer der Wiedergutmachung . . .O könntet ihr doch ihre Qualen sehen, ihr würdet nicht aufhören, ihnen das Almosen eures Gebetes zu- kommen zu lassen und ihre Schuld an Meine Gerechtigkeit abzu- zahlen.”
Beten wir für die Armen Seelen im Fegefeuer. Barmherziger Heiland, Du hast gesagt: ..Seid barmherzig, wie Mein Vater barmherzig ist.” Wir bitten Dich, nimm in Dein lie- bevolles Herz die Armen Seelen im Fegefeuer, welche Dir so teuer sind und der göttlichen Gerechtigkeit Genüge tun. Mögen die Ströme des Blutes und Wassers, die aus Deinem verwunde- ten Herzen quellen, die Flammen des Fegefeuers löschen, damit sich auch dort die Macht Deiner Barmherzigkeit kundtue. Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen Augen herab auf die Seelen im Fegefeuer, und um der schmerzhaften Leiden un- seres Heilands und um der Bitterkeit willen, die in jenen Stun- den Sein Heiligstes Herz erfüllt hat, zeige Dein Erbarmen de- nen, die unter Deinem gerechten Blick stehen. Wir bitten Dich, Du mögest auf diese Seelen nur durch die Wunden Deines ge- liebten Sohnes herabschauen, überzeugt, dass Deine Güte und Barmherzigkeit ohne Grenzen ist.
Amen.
anschl. Barmherzigkeitsrosenkranz
Neunter Tag
JESUS: “Bringe Mir heute die lauen Seelen und tauche sie ein in das Meer Meiner Barmherzigkeit. Diese Seelen verwunden Mein Herz am schmerzlichsten. Vor ihnen ekelte Mir am meisten im Öl- garten, und sie entrissen mir die Klage: ,Vater, laß diesen Kelch an Mir vorübergehen! Jedoch nicht Mein, sondern Dein Wille ge- schehe!’ Für sie ist Meine Barmherzigkeit die letzte Rettung.”
Beten wir für die lauen Seelen. Barmherziger Heiland, Du bist die Güte selbst, nimm in den Schutz Deines barmherzigen Herzens alle lauen Seelen. Mögen die eisigen Seelen – der Fäulnis des Todes gleich und Dich bisher mit Abscheu erfüllend – sich erwärmen am Feuer Deiner reinen Liebe. O mitleidigster Jesus, gebrauche Deine Barmherzigkeit und nimm sie auf in den Brennpunkt Deiner Liebe, damit auch sie, von neuem Eifer beseelt, Dir dienen mögen. Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die lauen Seelen, die ja auch Gegenstand der Liebe des barmherzigen Herzens Deines Sohnes, unseres Erlösers sind. Gott der Barmherzigkeit und al- len Trostes, wir bitten durch die Verdienste des ganzen Lebens und Leidens Deines Sohnes sowie durch seinen dreistündigen Todeskampf am Kreuze, entflamme sie in Liebe, damit sie aufs neue die Erhabenheit Deiner Barmherzigkeit verherrlichen in alle Ewigkeit.
Amen
Liebe Freunde, ich habe im Moment große finanzielle Schwierigkeiten, weil ich nicht weiß wie ich meine Rechnungen und Miete bezahlen soll. Ich war ein paar Monate arbeitslos. Ich habe zwar vor kurzer Zeit eine gute Arbeit bekommen, das ich auch ein Grund wieso ich Gott wirklich dankbar bin. Wenn ihr könnt bitte ich euch um eurer Gebet für mich und meine liebe Familie oder um Hilfe. Zusätzlich kommt hinzu das ich für meine Arbeit ein Auto brauche und die Reparatur meines jetzigen Autos sehr teuer ist. Danke
Ich habe ein Sparbuch auf das man per Überweisung an mich einzahlen kann.
Bezeichnung = Sparbuch
Konto = 47.036.546
BLZ = 32000
Raiffeisenlandesbank NOE – Wien
Alle sehnen sich nach Liebe, alle wollen Zukunft. Aber die sexuelle Revolution, angezettelt von den 68ern auf der Straße und vollzogen von den 68ern in Staat und Medien, schafft eine Kultur des Todes, in der die Liebe heimatlos wird und die Weitergabe des Lebens beschädigt wurde. Doch niemand kann den Einzelnen hindern, die Liebe zum Leitstern seines Lebens zu machen. Gabriele Kuby spricht in diesem Buch mit der jungen Generation über Liebe und Sexualität. Sie sagt: “Du brauchst Mut, um das Buch zu lesen, das du in den Händen hälst. Ich bitte dich, schütze dich nicht vor dem Erkennen. Dein Freiheitsraum wird um so größer, je mehr du mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung bist. Und ich verspreche dir: Ich werde dich nicht manipulieren und dich nicht belügen. Die Verführer halten Dir den Apfel unter die Nase verbergen die Falle, in die sie dich locken wollen. Gute Ratgeber sagen: Der Weg ist steil und schmal, aber oben erwartet dich das, was Dein Herz ersehnt.” – Die Soziologin und Autorin Gabriele Kuby im Gespräch mit Michael Ragg von KIRCHE IN NOT.
Sie können diese und alle anderen TV-Sendungen von KIRCHE IN NOT unentgeltlich auf DVD bestellen bei:
KIRCHE IN NOT
Postfach 70 10 27
81310 München
Tel.: 0 89 / 7 60 70 55
E-Post: info@kirche-in-not.de
Weltnetz: www.kirche-in-not.de
weiterführender Link: www.kirche-in-not.de/files/2008/11/spirit-leben-mit-stil-alle-sendungen-bestellliste.pdf
Die Transplantantationsmedizin braucht einen fixen Zeitpunkt ab wann ein Mensch tot ist. Auf der anderen Seite ist das Sterben ein Prozess. Die Befürworter des Hirntodkonzeptes sagen beim Hirntod kann der Prozess des Sterbens nicht mehr rückgängig gemacht werden. Kann es nicht sein das ein Mensch erst dadurch stirbt, das sein Tod festgestellt wird?!
Mehr dazu in den beiden Videos.
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Hirntod
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Hirntod ist das in der Medizin gängige Todeskriterium und bedeutet das irreversible Ende aller Hirnfunktionen aufgrund von weiträumig absterbenden Nervenzellen. Mit Feststellung des Hirntodes ist naturwissenschaftlich-medizinisch der Tod des Menschen festgestellt. Nach abgeschlossener Hirntoddiagnostik und festgestelltem Hirntod wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Festgestellt wird nicht der Zeitpunkt des eintretenden, sondern der Zustand des bereits eingetretenen Todes. Als Todeszeit wird die Uhrzeit registriert, zu der die Diagnose und Dokumentation des Hirntodes abgeschlossen sind.
Inhaltsverzeichnis
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* 1 Definition
* 2 Kriterien
* 3 Hirntoddiagnostik: Messbarkeit des Ausfalls aller Hirnfunktionen
* 4 Das EEG (das Hirnstrombild)
* 5 EEG-Aktivitäten trotz klinischer Hirntod-Zeichen und nachgewiesenen Durchblutungsstillstandes
* 6 Motivation
* 7 Kontroverse
o 7.1 Erlanger Baby
o 7.2 Betreuerbestellung
o 7.3 Katholische Kirche
o 7.4 Tod und Nahtoderfahrungen
* 8 Literatur
* 9 Weblinks
* 10 Einzelnachweise
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Definition
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Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer definierte am 29. Juni 1991 den Hirntod als einen
„Zustand des irreversiblen Erloschenseins der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms bei einer durch kontrollierte Beatmung künstlich noch aufrechterhaltenen Herz-Kreislauffunktion. Mit dem Hirntod ist naturwissenschaftlich-medizinisch der Tod des Menschen festgestellt.“
Das für die Schweiz gültige Verfahren der Todesfeststellung findet sich in den medizinisch-ethischen Richtlinien zur Feststellung des Todes mit Bezug auf Organtransplantationen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).[1]
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Kriterien
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Bevor die Untersuchungen zur Hirntodfeststellung eingeleitet werden, müssen folgende Voraussetzungen überprüfbar erfüllt sein:
1. Vorliegen einer akuten primären oder sekundären Hirnschädigung,
2. Ausschluss einer anderen Ursache oder Mitursache für einen (eventuell nur zeitweisen) Ausfall der Hirnfunktionen (z. B. Vergiftung o.a.).
Klinische und apparative Kriterien sind zu unterscheiden. Die klinischen Kriterien müssen zum Beweis des Hirntodes zwingend nachgewiesen sein. Dies sind:
1. der Verlust des Bewusstseins (Koma),
2. eine Areflexie des Hirnstamms (z. B. weite lichtstarre Pupillen, fehlende Schmerzreaktion im Trigeminusbereich, fehlender Lidschlussreflex, Puppenkopfphänomen, fehlender Schluck- und Hustenreflex), wobei autonome Reflexe auf Rückenmarksebene erhalten sein können,
3. der Verlust der Spontanatmung (Apnoe).
Durch eine erneute Untersuchung der klinischen Kriterien nach festgelegter, adäquater Wartezeit (12, 24 beziehungsweise 72 Stunden je nach Alter und Lokalisation der primären Hirnläsion) oder durch eine ergänzende apparative Untersuchung wird bewiesen, dass es sich um einen unumkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen (also um Hirntod) handelt. Zu diesen apparativen Kriterien gehören:
1. ein Null-Linien EEG. Die EEG-Untersuchung soll in Anlehnung an die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie durchgeführt werden. Ergibt die EEG-Ableitung über einen Zeitraum von mindestens dreißig Minuten eine hirnelektrische Stille, also ein sogenanntes Null-Linien EEG, so ist die Irreversibilität des Hirnfunktionsausfalls ohne weitere Beobachtungszeit nachgewiesen.
2. ein mittels zerebraler Perfusionsszintigraphie oder Doppler-Sonographie festgestellter Durchblutungsstopp in allen hirnversorgenden Gefäßen. Bei der Perfusionsszintigraphie wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz injiziert und ihre Verteilung im Gehirn verfolgt. Bei intakter Hirndurchblutung lässt sich die Markierungssubstanz über Stunden in den durchbluteten Hirnregionen nachweisen. Bei einem Hirntoten hingegen stellt sich die Schädelhöhle infolge eines Abbruchs der gesamten Hirndurchblutung „leer“ dar. Bei der Dopplersonographie werden die Hirnbasisarterien beschallt. Anhand der Reflexion des Schallsignals wird die Blutflussgeschwindigkeit in den Hirngefäßen gemessen. Die Dopplersonographie darf nur von einem hierin erfahrenen Untersucher vorgenommen werden und muss mindestens zweimal im Abstand von wenigstens 30 Minuten erfolgen.
3. der Ausfall der akustischen oder somatosensiblen evozierten Potentiale bei einer primären Läsion des Großhirns und bei einer sekundären Hirnschädigung (Sauerstoffmangel des Gehirns z. B. nach Wiederbelebung des Herzens). Dabei ist die Reizantwort des Gehirns auf einen peripheren Nervenreiz unumkehrbar aufgehoben. Evozierte Potentiale sind hirnelektrische Potentialschwankungen auf akustische (AEP, akustisch evozierte Potentiale) oder elektrische (SEP, somatosensibel evozierte Potentiale) Reize.
Die klinischen Kriterien zum Nachweis des unumkehrbaren Ausfalls der Hirnfunktion müssen in der Bundesrepublik Deutschland zu verschiedenen Zeitpunkten von verschiedenen Ärzten, die nach den Kriterien der Bundesärztekammer über „eine mehrjährige Erfahrung in der Intensivbehandlung von Patienten mit schweren Hirnschädigungen“ verfügen müssen, bestätigt werden, um den Hirntod zweifelsfrei festzustellen. Sollen dem Patienten nach der Feststellung Organe entnommen werden, so muss die Feststellung des Hirntods durch Ärzte erfolgen, die nicht an der Organentnahme oder der Transplantation beteiligt sind. Eine zusätzliche apparative Untersuchung ist nur in den Fällen zwingend erforderlich, in denen die primäre Schädigung im Bereich des Hirnstamms oder des Kleinhirns lag (primär infratentorielle Hirnschädigung). Die apparative Zusatzuntersuchung kann jedoch als Beweis der Irreversibilität der klinischen Ausfallsymptome die Wartezeit verkürzen.
Hirntoddiagnostik: Messbarkeit des Ausfalls aller Hirnfunktionen [Bearbeiten]
In der Informationsbroschüre Kein Weg zurück … des Arbeitskreis Organspende wird folgende Aussage gemacht:[2]
„Es ist richtig, dass die unübersehbare Vielzahl von Hirnfunktionen nicht durch klinische oder apparative Untersuchungen in ihrer Gesamtheit erfasst werden kann. Dies ist aus medizinischer Sicht auch unnötig. Vielmehr soll durch die Hirntoddiagnostik die Vollständigkeit und Endgültigkeit einer Schädigung des Gehirns als funktionierendes Ganzes festgestellt werden. Die Gültigkeit dieses Konzepts ist empirisch begründet, d. h. durch Erfahrung an vielen Tausend von Hirntod-Fällen belegt. Es erhebt nicht den Anspruch, den Tod jeder einzelnen Hirnzelle nachzuweisen.“
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Das EEG (das Hirnstrombild)
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Neben der unabdingbaren klinischen Untersuchung ist das EEG eine zusätzliche apparative Methode, die bei der Hirntoddiagnostik eingesetzt werden kann.
Die EEG-Untersuchung soll in Anlehnung an die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie durchgeführt werden. Ergibt die EEG-Ableitung über einen Zeitraum von mindestens dreißig Minuten eine hirnelektrische Stille, also ein sogenanntes Null-Linien EEG, so ist die Irreversibilität des Hirnfunktionsausfalls ohne weitere Beobachtungszeit nachgewiesen.
EEG-Aktivitäten trotz klinischer Hirntod-Zeichen und nachgewiesenen Durchblutungsstillstandes [Bearbeiten]
Laut Aussagen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) konnten in Ausnahmefällen EEG-Aktivitäten trotz klinischer Hirntod-Zeichen und nachgewiesenen Durchblutungsstillstandes beobachtet werden.
Die Ursache: „sog. Anastomosen (Gefäßverbindungen) in den Randgebieten zwischen der (unterbrochenen) Blutversorgung hirneigener Arterien und dem noch intakten Kreislauf der äußeren Halsschlagader […], welche die Gesichtsweichteile, aber auch die Hirnhäute versorgt. Hierdurch kann es zu einem Überleben umschriebener Nervenzellpopulationen nach Eintreten des Hirntodes kommen.“[3]
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Motivation
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Die Diagnose des Hirntodes ist nur im Krankenhaus durch die modernen intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten (künstliche Beatmung, Kreislauftherapie, Hormonersatztherapie) möglich. Durch die maschinellen Unterstützungsmaßnahmen kann die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Organe zeitlich begrenzt aufrechterhalten werden. Dennoch kommt es in allen Fällen nach festgestelltem Hirntod trotz aller intensivmedizinischen Maßnahmen nach Stunden oder Tagen zu einem Herzstillstand und zum Zusammenbruch des Herz- Kreislaufsystems.
Nach Feststellung des Hirntodes wird bei Zustimmung zur Organspende die Organentnahme und Transplantation durchgeführt oder, falls die Organspende abgelehnt wurde, das Beatmungsgerät abgestellt und alle weiteren intensivmedizinischen Maßnahmen beendet.
Der Hirntod bietet ein Kriterium, auf die weitere Therapie des Patienten zu verzichten. Ein unter Umständen bestellter rechtlicher Betreuer hätte zum Beispiel keine Befugnis mehr, auf einer Fortsetzung der „lebenserhaltenden“ Therapie zu bestehen, wenn ärztlicherseits bereits der Hirntod festgestellt wurde.
Nach § 3 des Transplantationsgesetzes (TPG) ist die Hirntodfeststellung Voraussetzung zur Organentnahme. Daraus, dass in diesem Gesetz vom toten Organspender die Rede ist, wird in der Rechtswissenschaft allgemein geschlossen, dass der Hirntod auch juristisch das Todeskriterium erfüllt. Dies wird z. B. inzwischen auch im Erbrecht oder im Personenstandsrecht akzeptiert.
Wörtlich heißt es in § 3
TPG:
„(2) Die Entnahme von Organen oder Geweben ist unzulässig, wenn
1. die Person, deren Tod festgestellt ist, der Organ- oder Gewebeentnahme widersprochen hatte,
2. nicht vor der Entnahme bei dem Organ- oder Gewebespender der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach Verfahrensregeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt ist.“
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Kontroverse
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Wenn nicht sichergestellt ist, dass mit dem Hirntod auch alle Empfindungen erloschen sind, besteht bei einer Organentnahme die Möglichkeit, dass (neben der Körperverletzung) die Würde des Organspenders verletzt wird (siehe auch Störung der Totenruhe).
Dazu gab die Bundesärztekammer im Jahr 2001 folgende Erklärung ab:
„Nach dem Hirntod gibt es keine Schmerzempfindung mehr. Deshalb sind nach dem Hirntod bei Organentnahmen keine Maßnahmen zur Schmerzverhütung (zum Beispiel Narkose) nötig. Die Tätigkeit eines Anästhesisten bei der Organentnahme dient ausschließlich der Erhaltung der Funktionsfähigkeit der zu entnehmenden Organe.“
Erlanger Baby
In diesem Zusammenhang wird häufig der Fall des Erlanger Babys zitiert, in dem eine in der 15. Woche schwangere Frau nach Hirntod noch 5 Wochen am „Leben“ erhalten wurde, bei normalem Wachstum des Fetus. Was für den Laien unverständlich scheint, erklärt sich dadurch, dass durch die Intensivmedizin mit Beatmung, Kreislauftherapie und Hormonersatz der Körper der Frau und damit auch der Uterus in seiner Grundfunktion erhalten blieb und damit auch das Kind unversehrt war. Durch eine Infektion kam es dann zum Ende der Schwangerschaft.
Zu berücksichtigen ist aber auch die Frage, ob es ethisch gerechtfertigt werden kann, die hirntote Mutter solange künstlich zu beatmen und zu ernähren, bis der Fetus per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden kann. Ferner ist es zu fragen, ob es ethisch gerechtfertigt werden kann, einen Fetus in einer hirntoten Mutter bis zur Geburt wachsen zu lassen.
Die Schwangerschaft wurde in diesem Fall erst bei der Vorbereitung zur Organentnahme festgestellt. Als entschieden wurde, zu versuchen die Schwangerschaft auszutragen, wurde die Organentnahme abgesagt. Als es jedoch nach 5 Wochen zur Fehlgeburt kam, war auch die Organentnahme nicht mehr möglich.
Betreuerbestellung
Entgegen der o.g. Aussage war der hirntoten Schwangeren im übrigen ein rechtlicher Betreuer bestellt worden, um über die weitere medizinische Behandlung zu entscheiden. In dem Beschluss des Amtsgerichtes Hersbruck[4] heißt es:
„Die Bestellung eines vorläufigen Betreuers für die genannten Aufgabenkreise erschien erforderlich, ungeachtet der Tatsache, daß die Betroffene tot im Sinne des Gesetzes ist… Zur Klarstellung wird darauf hingewiesen, daß die Entscheidung des vorläufigen Betreuers über das Abschalten der funktionserhaltenden Apparate vor Entbindung oder Tod der Leibesfrucht im Mutterleib einer Genehmigung durch das Gericht bedarf. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Genehmigung nicht mehr erforderlich.“
Katholische Kirche
Aus Sicht der Römisch-katholischen Kirche gilt die Hirntod-Definition, nachdem das Ausbleiben messbarer Hirnströme über einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden den Tod des Menschen anzeigt.[5]
Tod und Nahtoderfahrungen
Der Kardiologe und Mitbegründer der niederländischen Sektion der International Association for Near-Death Studies Pim van Lommel gibt im Zusammenhang mit seinen Studien zu Nahtoderfahrungen zu bedenken, dass die Konsequenzen einer Organspende neu und sorgfältig durchdacht werden müssen. Aus einem Koma (ohne Gehirnaktivität) erwachte Patienten gaben an, die am Krankenbett zwischen Arzt und Angehörigen stattgefundenen Gespräche zur Sterbehilfe verfolgt zu haben. Während der Facharzt ein Leben wie eine Treibhauspflanze prognostizierte und die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte nahelegte, hofften die Angehörigen auf Besserung. Nach einigen Monaten erwachte die Patientin aus ihrem Koma.[6] Er weist darauf hin, dass in den Niederlanden die Zahl hirntoter Spender durch bessere Behandlungsmöglichkeiten abnehme. “Zudem sind bei der Diagnose Hirntod noch fast 100 % des Körpers lebendig.”[7] Der Sterbeprozess dauere Tage und die Kriterien für den Hirntod seien in jedem Land anders. Verstorbene Patienten, denen ein Organ entnommen werden soll, zeigten oft das “Lazarus-Syndrom”, eine heftige Arm- und Beinbewegung oder der Versuch, sich wegzudrehen.[8].
Er moniert, dass sich die “Diskussion fast ausschließlich um den bestehenden Mangel an Organen” [9] drehen würde, dass aber eine Organspende tatsächlich einen tiefen Eingriff in den Sterbeprozess eines Menschen darstelle[10].
P. van Lommel bezeichnet sich nicht als Gegner von Organtransplantationen[11], plädiert aber für eine Entscheidung im klaren Bewusstsein davon, “dass der eigene Sterbeprozess durch die operative Organentnahme stark beeinflusst und beschleunigt wird.[12]
Literatur
* Karim Akerma: Lebensende und Lebensbeginn. Philosophische Implikationen und mentalistische Begründung des Hirn-Todeskriteriums; Lit Verlag, Hamburg 2006; ISBN 3-8258-9744-3
* Alberto Bondolfi (Hrsg.): Hirntod und Organspende. Verlag Schwabe, Basel 2003; ISBN 3-7965-1968-7.
* Johannes Hoff (Hrsg.): Wann ist der Mensch tot? Organverpflanzung und „Hirntod“-Kriterium. Rowohlt, Reinbek 1995; ISBN 3-499-19991-2.
* Steven Laureys: Hirntod und Wachkoma
(Artikel in Spektrum der Wissenschaft)
* Pim van Lommel: Endloses Bewusstsein, Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung, 2009(2), Düsseldorf
* Adrian Schmidt-Recla: Tote leben länger. Ist der Hirntod ein ausreichendes Kriterium für die Organspende?. In: MedizinRecht 2004, S. 672–677.
* Ralf Stoecker: Der Hirntod. Ein medizinethisches Problem und seine moralphilosophische Transformation. Alber, Freiburg 2006; ISBN 3-495-48181-8.
* Hartwig Wiedebach: Hirntod als Wertverhalt. Medizinische Bausteine aus Jonas Cohns Wertwissenschaft und Maimonides’ Theologie. LIT-Verlag, Münster 2003; ISBN 3-8258-7098-7.
* Urban Wiesing (Hrsg.): Ethik in der Medizin. Ein Studienbuch. Reclam, Stuttgart 2004; ISBN 3-15-018341-3.
* englische Literaturliste zum Artikel
Quelle: wikipedia
Quelle: www.freiewelt.net
Gender Mainstreaming. Schon einmal gehört? Wenn Sie regelmäßig FreieWelt.net lesen, dürfte Ihnen der Begriff bekannt sein. Wenn Sie sich dagegen eher selten über das Internet informieren, ist die Wahrscheinlichkeit bereits deutlich höher, dass ihn dieser Anglizismus noch nie untergekommen ist. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Randphänomen. Vielmehr ist das Konzept des Gender Mainstreaming in den Empfehlungen der Vereinten Nationen, den Richtlinien der Europäischen Union und den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland implementiert.
Das Bundesfamilienministerium betreibt gar eine eigene Seite mit der Domain “gender-mainstreaming.net”. Und was bedeutet nun Gender Mainstreaming? Das wollte Hedwig Beverfoerde den Zuhörern im Rahmen ihres Vortrags “Gender Mainstreaming – Geschlechterpolitische Staatsideologie auf samtenen Pfoten” am 25. Februar im Bildungszentrum Wilmershain in Berlin erklären.
Beim Bundesfamilienministerium heißt es “Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.”
Abschaffung der Geschlechter
Das klingt nichtssagend, phrasenhaft. In Wirklichkeit sind die Auswirkungen des Konzepts jedoch sehr weitgegehend. Warum wird deutlich, wenn man sich das von der UN definierte Ziel des Gender Mainstreaming zu Gemüte führt: “Gender Equality” beziehungsweise “Gender Egilatarianism”, also nicht etwas Gleichberechtigung (englisch: “equal rights under the law”), sondern Gleichheit der Geschlechter. Diese Gleichheit müsste zwangsläufig eine Abschaffung der Geschlechter sein, denn Geschlecht ist ja als ein Merkmal der Unterscheidung definiert. Oder wie Frau von Beverfoerde es formuliert: “Gender Mainstreaming will einen neuen Menschen schaffen, der sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung selbst wählen soll, das heißt, willkürlich entscheiden, ob er oder sie Mann oder Frau sein will, heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell.”
Denn biologisch ist eine Abschaffung der Geschlechter eigentlich offensichtlich unmöglich. Daher muss eine Ideologie, die die Abschaffung der Geschlechter zum Ziel hat, voraussetzen, dass alle Geschlechtsunterschiede, die über anatomische Unterschiede hinausgehen, lediglich soziale Konstrukte sind, die sich unter entsprechenden Bedingungen beliebig verändern lassen. Diese Annahme geht unter anderem auf Simone de Beauvoir zurück, die 1949 in ihrem Buch “Das andere Geschlecht” die Auffassung vertrat “Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es”. Diese Auffassung wurde dann in den 1960er und 1970er Jahren immer populärer und nach und nach wurde der Begriff „Gender“ als das “soziale Geschlecht” in Opposition zum “biologischen Geschlecht”, dem “Sex” etabliert. Zu dieser Zeit strebten die Anhänger der Hypothese vom rein sozialen Geschlecht noch eine wissenschaftliche Untermauerung derselben an. Einer der ersten, die dies versuchten war der in Neuseeland geborene US-amerikanische Psychologe und Sexualwissenschaftler John Money. Money wurde durch einen Fall bekannt, der in die Wissenschaftsliteratur als John/Joan-Fall eingegangen ist.
Der Fall David Reimer
Im Jahr 1966 wurden die 1965 geborenen, eineiigen Zwillinge Bruce und Brian Reimer aufgrund einer Vorhautverengung, die bei beiden fest gestellt wurde, beschnitten. Die Beschneidung von Bruce missglückte – sein Penis wurde irreperabel beschädigt. Die Eltern von Bruce Reimer suchten daraufhin John Money auf. Money hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit der These vom rein sozial erlernten Geschlecht, bereits einen gewissen Namen gemacht. Auf dessen Empfehlung hin wurden dem damals 22 Monate alten Bruce “die noch vorhandenen Hoden entfernt und aus der Haut seines Hodensacks rudimentäre Schamlippen geformt, darüber hinaus wurde das Kind mit weiblichen Hormonen behandelt. Bruce wurde ab diesem Zeitpunkt Brenda genannt.”
Die Eltern Reimer erzogen Bruce/Brenda als Mädchen. Money war von diesem Fall auch deshalb besonders begeistert, da Bruce eineiiger Zwillingsbruder ihm als Vergleich dienen sollte. So hoffte er, seine These, nach der allein die Erziehung in den frühen Lebensjahren für die Ausprägung einer sexuellen und geschlechtsspezifischen Identität eine Rolle spielt, klar belegen zu können. John Money beschrieb Brenda als “normales glückliches Mädchen” und feierte das Experiment, das ihm weltweiten Ruhm bescherte, als großen Erfolg. So nutzte die Publizistin Alice Schwarzer den Fall 1975 in ihrem Buch “Der kleine Unterschied” als Beleg für ihre Thesen des Gleichheitsfeminismus und als Musterbeispiel für den “aufklärenden Auftrag der Forschung”. Sie schrieb, dass “die Gebärfähigkeit auch der einzige Unterschied ist, der zwischen Mann und Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt.” und würdigte Moneys Experiment als “wenigen Ausnahmen, die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden”.
Doch den von Money postulierten und von Schwarzer enthusiastisch aufgegriffenen Erfolg des Experiments hatte es nie gegeben und selten hat sich ein Wissenschaftler manipulativer, ideologischer und betrügerischer verhalten als John Money. Bruce/Brenda war kein normales glückliches Mädchen. Von Anfang an rebellierte der umgewandelte Jungen gegen das Tragen von Frauenkleidern und gegen Mädchenspielzeug und wurde von Familien und Freunden, später auch von sich selbst, als zutiefst unglückliches Kind mit großen sozialen Problemen beschrieben
Im Alter von dreizehn Jahren drohte Brenda mit Selbstmord, falls er/sie noch einmal zu einer therapeutischen Sitzung bei John Money gezwungen werden sollte, die er/sie als traumatisch empfand. Draufhin erzählten die Eltern Reimer ihrem Kind von der verunglückten Beschneidung und den Konsequenzen. Brenda beschloss sofort, von nun als Mann zu leben, nannte sich David und unterzog sich Operationen und Hormonbehandlungen, die ihn auch äußerlich zum Mann machten. Als Erwachsener heiratete er und wurde Stiefvater der Kinder, die seine Frau mit in die Ehe brachte. Obwohl John Money um den Fehlschlag seines Menschenversuchs wusste, propagierte er ihn weiter als großartigen Erfolg. Erst als David Reimer sich 1997 entschloss, mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, hörte Money damit auf.
David Reimer litt sein ganzes Leben unter seiner dramatischen Kindheit. 2004 erschoss er sich im Alter von 38 Jahren mit einer abgesägten Schrotflinte. Selbst nach David Reimers Suizid lehnten John Money und viele seiner früheren Anhänger, unter ihnen auch Alice Schwarzer, eine Korrektur ihrer früheren Bewertungen ab.
John Money starb 2006. Im Rahmen seines Konzepts der “Geschlechtsneuzuweisung” hat er einer unbekannten Anzahl weiterer Kinder mit fehlgebildeten Geschlechtsorganen ein Geschlecht “zugewiesen”. Zu diesem Zweck hatte er in seiner Funktion als Leiter der Psychologie am Johns-Hopkins-Krankenhaus in Baltimore eine spezialisierte Klinik errichtet, die von seinem Nachfolger 1979 geschlossen wurden. Einige der ehemaligen Patienten versuchten später in Selbsthilfegruppen ihre Erlebnisse zu überwinden.
Gender Mainstreaming ist unwissenschaftlich
Nicht nur in diesem Fall erwiesen sich das Gender Mainstreaming beziehungsweise seine Vorläufertheorien als wissenschaftlich unhaltbar. Eine nach heutigen wissenschaftlichen Standards durchgeführte Studie aus dem Jahr 2000 – erstellt ausgerechnet an jenem Johns-Hopkins-Krankenhaus, zu dessen Personal einst auch John Money gehörte – konnte nachweisen, dass sich bei Kindern mit der männlichen Chromosomenkombination XY auch dann eindeutig eine männliche Geschlechtsidentität entwickelte, wenn diese aufgrund eines Geburtsfehlers ohne Penis geboren wurden und ihnen anschließend das weibliche Geschlecht “zugewiesen” wurde. Ärzte hatten bei de betroffenen Kindern Vaginas geformt und sie mit Hormonen behandelt. Die Erkenntnisse der Genetik haben besonders in den vergangenen Jahren ebenfalls gezeigt: Sehr viele Aspekte unseres Verhaltens sind angeboren, nicht anerzogen, Theorien die von einer zu Hundert Prozent sozialen Prägung ausgehen, sind disqualifiziert.
Studien aus dem Bereich der Sozialwissenschaften, in denen die Möglichkeiten der Manipulation sehr groß sind, die diese Erkenntnisse einfach ignorieren, um Gender Mainstreaming befürworten zu können, sind daher als Pseudowissenschaft anzusehen.
Gender Mainstreaming an Universitäten
Aber aller Wissenschaft zum Trotz ist Gender Mainstreaming nicht verschwunden. An zahlreichen deutschen Hochschulen existiert das Fach “Gender Studies”, dessen Belegung laut den Studienordnungen von immer mehr Studiengängen für immer mehr Studenten verpflichtend ist. In Bielefeld kann man sogar einen Abschluss in dieser Disziplin machen. Zudem gibt es an einigen Universitäten eigens Zentren für Geschlechterforschung (Hierzu wird auch das seit 2004 an der Charité in Berlin existierende “Zentrum für medizinische Geschlechterforschung” gezählt, das sich durchaus sinnvollen Forschungsprojekten widmet, in denen erforscht wird, warum bei Männern und Frauen zahlreiche Krankheiten unterschiedlich häufig auftreten, anders verlaufen oder signifikant verschiedene Symptome zeigen. Es stellt damit aber eine absolute Ausnahme da).
Judith Butler
Die Studenten, die damit immer öfter an den Gender Studies nicht vorbei kommen, kommen auch an Judith Butler nicht vorbei. Butler, die als Professorin für Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der University of California und der European Graduate School lehrt, gilt als einer der aktuell einflussreichsten feministischen Theoretikerinnen. Butler strebt die Abschaffung der Geschlechter auf einer noch radikaleren Ebene an als ihre Vorgängerinnen: Ihrer Ansicht ist nicht nur das soziale, sondern auch das biologische Geschlecht eine Konstruktion. Vor allem durch die Beschäftigung mit Butlers Aussagen wird deutlich, was “Gender” letzten Endes behauptet und was Volker Zastrow bereits 2006 in der FAZ erkannte: “…dass es biologisches Geschlecht nicht gebe. Die Einteilung der Neugeborenen in Jungen und Mädchen sei Willkür, ebensowohl könnte man sie auch nach ganz anderen Gesichtspunkten unterscheiden, etwa in Große und Kleine. Daher liege bereits in der Annahme der Existenz von Geschlecht eine letztlich gewalthafte Zuweisung von Identität: die “heterosexuelle Matrix”.”
Zwingende Konsequenz aus den Theorien von Butler ist daher, dass die Zweigeschlechtlichkeit dekonstruiert, also überwunden und abgeschafft werden müsse.
Die Weltfrauenkonferenz von 1995
Wie aber konnte eine derart abwegige Theorie, die wie oben gezeigt, in den Bereich der Pseudowissenschaft fällt, zu einem wesentlichen Aspekt der Politik nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern im Einflussbereich der Vereinten Nationen werden? Der wohl wichtigste Grundstein wurde 1995 auf der Weltfrauenkonferenz in Beijing gelegt. Auf dieser Konferenz wurde die UN-Resolution “Mainstreaming a gender perspective“ beschlossen. Zu den Folgen der Konferenz gehörte auch zu diesem Zeitpunkt schon die Ersetzung des Wortes “sex” in amtlichen Dokumenten, das für Zweigeschlechtlichkeit steht, mit dem Wort “gender”.
Die US-amerikanische Journalistin Dale O Leary, die an der Konferenz teilnahm, berichtet in ihrem Buch “The Gender Agenda”, dass sie Zeugin der folgenden Forderungen wurde, die es allerdings nicht alle in das Abschlussdokument schafften:
“1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
2. Da mehr sexuelle Vergnügungen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt, es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereich. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.”
Das mit Abstand wichtigste Ziel aber war die „Gender-Perspektive“ im Denken und in der Politik als Hauptstrom (Mainstream) zu verankern.
Gender Mainstreaming ist undemokratisch
Dabei hat Gender Mainstreaming nicht nur keine wissenschaftliche, es hat auch keine demokratische Legitimation. Auf europäischer Ebene wurde der Gender Mainstreaming-Ansatz erstmals 1999 durch das Inkrafttreten des “Vertrags von Amsterdam” in rechtlich verbindlicher Form festgeschrieben. Durch den Vertrag wurde Gender Mainstreaming “….hochrangiges politisches Ziel der Europäischen Union und integraler Bestandteil europäischer Politik….”
Das Bundeskabinett erkannte dann mit Beschluss vom 23.6.1999 die Gleichstellung (im Gegensatz zu der ohnehin seit Beginn der Bundesrepublik im Grundgesetz festgeschriebenen Gleichberechtigung) von Frauen und Männern als durchgängiges Leitprinzip der Bundesregierung an und bestimmte, diese Aufgabe mittels der Strategie des Gender Mainstreaming zu fördern.
Diese Politik wurden von den wechselnden Bundesregierungen seit 1999 fortgesetzt, doch weder das Volk noch das Parlament hatten jemals Gelegenheit, über Gender Mainstreaming abzustimmen
Gender Mainstreaming ist teuer
Dabei würden wohl viele Steuerzahler gerne darüber mitentscheiden, ob ihre Geld zur Finanzierung der unzähligen Genderinstitute, Genderbeaufragten und Genderstudien beitragen soll. Der Versuch, Gender Mainstreaming auf allen Verwaltungsebenen, in der gesamten Arbeitswelt und im Bildungsbereich von der Kita bis zur Uni als festen Bestandteil des Ganzen zu etablieren ist teuer. Allein 27.000 Euro kostete beispielsweise eine Studie zum Thema “Geschlechtergerechtigkeit im Nationalpark Eifel”, die mit der Empfehlung endete, die Bilder von der Hirschbrunft aus den Werbeprospekten zu entfernen. Dies befördere stereotype Geschlechterrollen. Die Kosten für eine 2004 von der damaligen NRW-Umweltminsterin Bärbel Höhn in Auftrag gegebene Arbeit, die die “Gleichberechtigung im Wald” begutachten sollte, bewegten sich gar im sechsstelligen Bereich. Von Steuergeldern wurde natürlich auch der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verschickte “Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung”, der sich an Eltern von Ein-bis Sechsjährigen richtete. Die Broschüre enthielt Tipps zum Umgang mit den Geschlechtsorganen kleiner Kinder, die vor Gerichten den Tatbestand des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger erfüllen und musste daher 2007 nach massiven Protesten zurückgezogen werden.
Der aussichtsreichste Weg, der weiteren Ausbreitung der Gender-Ideologie Einhalt zu gebieten, dürfte daher sein, entsprechenden Projekten den Geldhahn zuzudrehen. Hedwig von Beverfoerde schlägt außerdem vor, massive Aufklärungsarbeit zu betreiben, da sich viele Bürger nach wie vor noch nicht einmal über die Existenz des Konzepts bewusst sind, in diesem Rahmen stark auf gewählte Politiker einzuwirken und gegebenenfalls die eigenen Kinder vom Sexualkundeunterricht zu beurlauben, sollte dort statt biologischer Erkenntnisse Gender Mainstreaming gelehrt werden.
Quelle: www.freiewelt.net/nachricht-3539/geschlechterpolitische-staatsideologie-auf-samtenen-pfoten.html
Weiterführende Informationen bei www.gender-kritik.com
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Gender Mainstreaming – die heimliche Revolution zur Schaffung eines neuen Menschen
- die heimliche Revolution zur Schaffung eines neuen Menschen -
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